Mittwoch, 4. Juli 2007

"Externe" Platten für die Slug

Nach meinen ganzen NSLU-Experimenten wurde es Zeit, die Freiverkabelung im Schlafzimmer in geordnete Bahnen zu lenken. Zeitgleich musste der WAF (Women Acceptance Factor) um Größenordnungen erhöht werden, damit ich die Erlaubnis erhalte, Platten und NSLU ins Wohnzimmer zu verdammen.

Okay, ich habe mich also nach einem Gehäuse umgesehen, das nicht allzu hässlich ist, mehr als eine Festplatte aufnehmen kann und mit nur einer Stromversorgung und einem USB-Anschluss auskommt. Fündig geworden bin ich beim deutschen Ableger eines bekannten Internetauktionshauses. Dort gab's noch Restposten des Aopen MZ 850e, das eigentlich zur Erweiterung der Aopen Barebone-Serie dient. Natürlich funktioniert es auch an jedem anderen USB-Anschluss.

Also, was bietet das Teil?

  • 2 IDE-Anschlüsse, theroretisch also 4 HDDs (nicht ausprobiert, die Anleitung "empfiehlt" nur ein Gerät pro Anschluss!?!)
  • Integrierter USB-Hub (an der Front sind zwei weitere USB-Anschlüsse)
  • 6cm-Lüfter an der hinteren Gehäusewand (muss nicht unbedingt ein Vorteil sein, ich habe ihn aber auf 7V gedrosselt, jetzt ist er flüsterleise)
  • nur ein Netzkabel!!!

Das Gehäuse gibt über die USB-Schnittstelle an der Rückwand anscheinend auch Strom ab, zumindest schaltet sich die NSLU2 zeitgleich mit dem USB-Gehäuse (das einen eigenen Netzschalter hat) ein. Am Anfang hat mich das ziemlich verwirrt, aber ähnliches ist auch im NSLU-Wiki beschrieben. Daraus leiten sich aber zwei sehr wichtige Vorteile ab:

  1. Die Slug benötigt jetzt keine eigene Stromversorgung mehr. Zumindest haben erste Tests keine Nachteile der Stromversorgung über die USB-Schnittstelle ergeben. Ich werde das mal beobachten, die Slug hat ein Netzteil mit 2A, zieht man 2x 500mA für die eigenen USB-Anschlüsse ab, ist 1A für die Slug selbst reserviert. Das Netzteil des MZ 850e kann das ab. Na, wir werden sehen ...
  2. Durch das automatische Einschalten sobald an dem USB-Port 'ne Spannung anliegt, erübrigen sich weitere Umbauten bezüglich Auto-ON. Man sollte nämlich wissen, dass die Slug im Normalfall manuell eingeschaltet werden muss: Für einen 24/7-Server ist sowas nach einem Stromausfall aber nicht akzeptabel. Der Punkt ist somit erledigt ;-)

Ich denke, dass ich morgen oder so die Umbauten abschließen kann, dann kann die Slug den Dauerbetrieb aufnehmen. Insgesamt stehen dann im LAN ca. 3 TB Speicherplatz zur Verfügung, davon 750 GB durch die Slug. Der Rest ist auf die verschiedenen Rechner bzw. externe Platten verteilt ...

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