Dienstag, 3. Juli 2007

Linksys NSLU2

Vor ca. 3 Wochen habe ich einem Kollegen für schmales Geld eine gebrauchte Linksys NSLU2 (Spitzname Slug - Schnecke) abgekauft. Das Ding ist eine wahre Wunderkiste - eigentlich als NAS mit zwei USB-Anschlüssen gebaut, kann das Ding mit "richtiger" Software noch bedeutend mehr.

Die Box hat 8 MB Flash, 32 MB RAM und die CPU läuft mit wahnsinnigen 266 MHz (nach der entsprechenden Modifikation).

Es gibt eine sehr rege Community im Netz, so dass schon seit einiger Zeit abgewandelte Firmware-Images existieren, die den Funktionsumfang der Box erweitern.
Letztendlich ist es eine ARM-basierte Hardware und nach ersten Experimenten mit der Originalsoftware und Unslung, habe ich mich für die Installation von Debian entschieden.
Bei mir läuft also auf einer 250 GB USB-Platte ein ganz normales Debian Etch, das im Moment folgende Dienste im lokalen Netz zur Verfügung stellt:

  • Samba (Dient als Backup-Speicher für meine Windows-Kisten.)
  • ssh (Naja, Standard openSSH mit public keys, wobei ich immer noch überlege, auf dropbear umzusteigen. Der RAM-Bedarf von openSSH macht sich auf so einer kleinen Kiste durchaus bemerkbar.)
  • NFS (eigentlich nur als Aufnahmeverzeichnis für meine dbox)
  • vsftp mit SSL (wird nur bei Bedarf gestartet, falls doch mal jemand von extern Daten übertragen muss)
  • openVPN (erlaubt mir den transparenten und verschlüsselten Zugriff von extern auf mein LAN. Nutze ich hauptsächlich dazu, im Office meine MP3s direkt von der Festplatte der Slug zu hören - sehr cool!)
  • NTP (keine Kunst)
  • CUPS (endlich mal ein heimischer Printserver ;-))

Im Internet gibt es schon eine ganze Menge sehr guter Tutorials zur Slug, gerade die oben schon verlinkte Seite http://www.nslu2-linux.org/ ist eine wahre Fundgrube. Nichtsdestotrotz werde ich vielleicht ein paar meiner gewonnenen Erkenntnisse auch ins Blog stellen: Viele Sachen macht man nur einmal und dann vergisst man selbst sehr schnell wieder, wie's nun eigentlich war ...

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