Montag, 29. Oktober 2007

Abgeltungssteuer!?!

Was für ein toller Name für eine Steuer!

Wahrscheinlich habe ich in der Vergangenheit das Thema ignoriert - auf jeden Fall hat es diese neue Abgabe erst jetzt geschafft, Denkprozesse in mir in Gang zu setzen.

Ab 1. Januar 2009 (wir haben also noch ein gutes Jahr Zeit) greift die Abgeltungssteuer. Ihren schicken Namen hat sie daher, dass man damit alle Spekulationsgewinne, Zinsen und Dividenden aus Wertpapierverkäufen/besitz automatisch mit 25% versteuert. Da dies die Bank direkt mit dem Finanzamt ausmacht, ist also die Steuerschuld "abgegolten" und man muss sich in der Steuererklärung damit nicht mehr auseinandersetzen.

Ist unser Staat nicht entgegenkommend? Man nimmt uns also Arbeit ab.

Und Geld.

Naja.

Was mich dabei aber am meisten nervt: Man wird ständig angehalten, Rücklagen für die eigene Altersversorgung zu bilden. Nun sind aber Riester und Rürup nicht für jeden das Mittel der Wahl. Ich investiere z.B. mittels Fondssparplänen langfristig in Aktienfonds. Selbst Julia hat einen entsprechenden Sparplan ...

Da klingt dieser Kommentar des Bundesminsteriums der Finanzen wie glatter Hohn in meinen Ohren (oder in diesem Fall Augen ;-) ).

Also, was macht man nun Ende 2008, um nicht dieser 25%-Abgabe zu unterliegen? Einmalinvestment bis 31.12.2008 fallen noch unter die alte (bzw. aktuelle) Gesetzgebung. Aber Fondssparen scheint danach keine wirkliche Alternative mehr zu sein.

Fondsgebundene Lebensversicherungen: äh, nee. Die haben ja jetzt schon 'ne magere Rendite, das muss nicht sein. Zudem reden wir hier von jahrzentelangen Laufzeiten, deren Besteuerungsmodalitäten sich immer wieder ändern (können). :-(

Sonst noch Vorschläge? Bin echt dankbar, wenn hier jemand gangbare Wege aufzeigt ...

Bin genervt!

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