Freitag, 7. März 2008

Es streikt ...

... in Berlin. Mal wieder. Die Berliner Verkehrsbetriebe befinden sich in einer unbeschränkten Arbeitsniederlegung. Und das nun schon mehrere Tage - Busse, U-Bahnen, Straßenbahnen, all das fährt momentan nur auf Schmalspur.

Und am Montag wollen meine Freunde von der GDL mit auf den (still stehenden) Zug aufspringen und auch noch den S-Bahn-Verkehr zum Erliegen bringen. Eigentlich dachte wohl die ganze Republik (inklusive meinereiner), der Lokführerstreik wäre vor ein paar Wochen gütlich beigelegt worden. Ich kann mich noch gut an die strahlenden Gesichter der beteiligten Verhandlungsführer erinnern. Nun findet man aber plötzlich doch keine Einigung mehr.

Ich sage es ganz offen: Für mich ist das grob fahrlässig, eine Stadt wie Berlin so zu quälen. Das Auto ist nun mal nicht für jeden eine Alternative und den Terror auf Berlins Straßen ab Montag möchte ich mir gar nicht ausmalen.

Mein Verständnis - gerade für die GDL - ist auch auf null zurückgegangen. Wenn man die Deutsche Bahn treffen will, dann könnte man das auch ganz schnell mit einem Streik tun, der auf den Güterverkehr beschränkt ist. Aber wahrscheinlich wäre das nicht so medienwirksam. Ich frage mich wirklich, ob das alles im Sinne der GDL-Mitglieder ist - ein Streik sollte auch Sympathisanten in der Bevölkerung haben. Das sehe ich momentan nicht!

Der arbeitenden Bevölkerung wünsche ich viel Glück für Montag! Wenn's wirklich so dicke kommt, findet ihr mich im Home Office ;)

Zum Thema: S-Bahner haben Angst vor dem Totalstreik

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