Freitag, 14. November 2008

Poljot und GUB

Poljot SS18 und GUB Spezichron Als ich gestern aus München zurückkam, hat schon eine nette kleine Überraschung in Form eines Päckchens!

Und was war dran?

Zwei meiner älteren Schmuckstücke, die nach langer, langer Abwesenheit schlussendlich doch noch von der Wiederaufbereitung zurückkehrten.

Die rechte Uhr ist eine GUB (VEB Glashütter Uhrenbetriebe) irgendwo aus der ersten Hälfte der 80iger Jahre des vorigen Jahrhunderts, die mein Vater damals geschenkt bekam. Angeblich gab es nur ca. 72.000 Stück, die Uhr hat ein Automatikkaliber 11-27 und wurde jetzt komplett gereinigt und mit einem neuen Gehäuse versehen. Diese Uhren zerkratzen ziemlich schnell, erst recht das Plastikglas :-(

Darum war ich froh, dass ich auf dieser Seite vor Monaten noch auf ein Original-Ersatzteil gestoßen bin. Ist nicht so einfach, an das Zeug aus alten DDR-Zeiten zu kommen ...

Die linke Uhr auf dem Foto ist eine Poljot Sturmanskie SS-18, die ich ebenso gebraucht vor ein paar Monaten erworben habe. Die Uhr ist ungetragen, aber schätzungsweise aus den 90iger Jahren und war durch das lange Liegen so verharzt, dass sie auch gereinigt und kalibriert werden musste. Die Uhr wird von einem Kaliber Poljot 3133 (Handaufzug) angetrieben, das weitestgehend dem ETA 7734 gleicht.

Die Schrift auf der Lünette soll übrigens darauf hinweisen, dass das Titangehäuse (angeblich) aus verschrotteten, sowjetischen SS-18 Mittelstreckenraketen hergestellt ist. Nun ja, kann man glauben oder auch nicht :-)

Diese Variante der Uhr ist mit grauem Ziffernblatt und vermutlich nicht limitiert, es gibt davon auch eine Version SS-20 - wahrscheinlich gab es wohl keine SS-18-Raketen mehr ;-)

Nun fehlen mir nur noch vernünftige Armbänder, aber da lässt sich sicherlich was finden ...

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