Montag, 2. März 2009

Blogger-Hacks: Sitemap für Blogger bei Google einrichten

Wer seinen Blog auch bei Google wiederfinden will, der sollte dafür sorgen, dass er vernünftig durchsucht bzw. indiziert wird. Um die Chancen zu erhöhen, dass dies auch (regelmäßig) geschieht, sollte man Google eine sogenannte Sitemap zur Verfügung stellen.

Der einfachste Weg, Google auf den eigenen Blog oder die Webseite aufmerksam zu machen, ist der offizielle Weg der Anmeldung.

Dafür gibt es ein Formular, wo man seine Seite eintragen kann:

http://www.google.de/addurl

Allerdings hat man keinen Einfluss, wann Google gedenkt, mal vorbeizuschauen. Um die Motivation für die Kalifornier etwas zu steigern, sollte man der Suchmaschine zusätzlich mitteilen, wie die eigene Webseite oder der Blog aufgebaut ist: Welchen Inhalt gibt es, welche Links etc.

Dafür gibt es die o.g. Sitemap und hier erkläre ich kurz, wie man diese bei Google für einen bei blogspot.com/Blogger gehosteten Blog einrichtet.

Lest weiter!

Google Webmaster-Tools Eine der besten Helferlein für Webseitenbesitzer ist ein Google-Dienst mit dem offensichtlichen Namen Google Webmaster-Tools.

Hier kann man seine ganzen Homepages anmelden, zusätzliche Infos angeben, den Google-Status der eigenen Seite(n) abfragen, eine Sitemap einrichten und noch ein paar andere Dinge tun, die festlegen, wie Google mit der eigenen Seite umgehen soll. Wenn man den Eindruck hat, dass Google die eigene Webpräsenz nicht mag, dann sind die Webmaster-Tools auch die erste Anlaufstelle, um herauszufinden was los ist. So zeigt Google zum Beispiel in der Kategorie Diagnose auch Probleme beim Indizieren auf: 404er Links (also falsche oder tote Links), doppelte title-Tags, zu lange Ladezeiten usw.

Im Idealfall sollte das so aussehen Thumbs-up

Content-Check für knecht-ruprecht.info

Keine Probleme gefunden, das ist sehr gut. Ich muss aber auch zugeben, dass es bei mir nicht ganz so gut aussieht, wie der Screenshot vermuten ließe. Das Blog hier läuft nämlich nicht unter www.knecht-ruprecht.info sondern unter blog.knecht-ruprecht.info. Und dort erhalte ich schon Warnungen, hauptsächlich bezogen auf die oben erwähnten, doppelten Title-Tags.

(Anm. des Autors: Für dieses “Problem” habe ich vor zwei Tagen einen Workaround installiert. Wenn der greifen sollte, beschreibe ich ihn im Blog!)

Zurück zum Thema: Woher bekomme ich bei Blogger eine Sitemap meines Blogs und wo binde ich diese ein?

Blogger stellt relativ versteckt eine (bzw. mehrere) Sitemap(s) zur Verfügung, hier mal der generische Link:

http://der.link-zu-deinem-Blog.de/atom.xml?redirect=false&start-index=1&max-results=500

Der rote Teil ist eure URL, also meistens sowas wie blabla.blogspot.com oder in meinem Fall eben blog.knecht-ruprecht.info (Das ist mein eigener Domainname, das Blog liegt trotzdem auf den Servern bei Google/Blogger.).

Den grünen Teil der URL könnt ihr direkt übernehmen, das sollte überall gleich sein. Trotzdem noch eine Anmerkung zu den Zahlen:

  • index=1
    Das schreibt Blogger vor, die Sitemap mit dem aktuellsten Artikel im Blog anfangen zu lassen.
  • max-results=500
    Die Zahl bestimmt, wieviele ältere Artikel/Seiten in diese Sitemap gepackt werden sollen. Den Wert kann man nicht beliebig groß wählen, meine Versuche haben eine sinnvolle Größe von 500 ergeben.

Einfach den obigen (für euch angepassten) Link im Browser eingeben und dann mal nachschauen, ob es funktioniert. Ihr solltet ein XML-Dokument angezeigt bekommen. Oder die Option zum Download einer XML-Datei, je nach Browser. Die Sitemap ist XML und sieht ein bissel nach RSS-Feed aus. Wenn das Anzeigen funzt, kann man den Link in die Google Webmaster-Tools unter dem Menüpunkt “XML-Sitemaps” hinzufügenBlogger-Sitemaps für knecht-ruprecht.info.

Wenn man – wie ich – mehr als 500 Artikel hat, dann legt man einfach in den Tools eine zweite Sitemap an, die eben bei Artikel 501 anfängt. Der Screenshot rechts zeigt, wie so etwas aussehen kann.

Damit habt ihr eine Sitemap bei Google hinterlegt und nun ist etwas Geduld notwendig, bis diese das erste Mal eingelesen und abgearbeitet wurde. Dann sollte man schauen, ob Google Probleme erkannt hat und diese mit den Tools analysieren.

Wie oft crawlt Google meinen Blog? Man kann in den Webmaster-Tools übrigens auch schön grafisch sehen, wie oft Google den eigenen Blog besucht.

Der Anstieg hier seit Mitte Januar ist wohl darauf zurückzuführen, dass ich seitdem Google AdSense (also die Werbung) im Blog habe. Damit Google kontextsensitive Werbung schalten kann, muss Google den Kontext/Inhalt der Seiten erstmal kennen. Die Teilnahme an AdSense ist im Umkehrschluss also auch eine Maßnahme, um Google zum Besuch zu animieren. Tongue out

Viel Spaß beim Ausprobieren. Und gebt Google Zeit, von heute auf morgen passiert da nix …

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