Montag, 6. April 2009

Blogger-Hacks: Beliebteste Artikel anzeigen

Viele Blog-Autoren wollen eine Übersicht, welche ihrer zahlreichen Artikel denn am Beliebtesten bei ihren Lesern sind. Nun kann man “Beliebtheit” sicherlich an vielen Kriterien fest machen, nur sind diese zum Teil relativ schwer zu messen.

Als ich im Januar anno 2009 am aktuellen Design des Blogs gearbeitet habe, wollte ich auch im unteren Bereich eine Dreierteilung in Form einer Auflistung der letzten Kommentares sowie der aktuellen und der beliebtesten Artikel.

Wenn ihr wissen wollt, wie das hier umgesetzt ist, dann lest weiter …

Alle drei Listen sind über RSS-Feeds realisiert. Im Blogger-Dashboard fügt man also in einen freien Slot einfach ein neues Feed-Element hinzu:

Blogger: Feed-Element auswählen

Dort wird man dann im Anschluss aufgefordert, eine gültige Feed-URL anzugeben – also die Adresse eines RSS-Feeds, der die gewünschten Informationen bereitstellt. Für Kommentare Blogger: Feed konfigurieren und Artikel an sich, liefert das Blogger gleich von Haus aus mit. Im Anschluss mal als Beispiel die entsprechenden Links für meinen Blog.

Kommentare

http://blog.knecht-ruprecht.info/feeds/comments/default

Artikel (Atom)

http://blog.knecht-ruprecht.info/feeds/posts/default

Artikel (RSS)

http://blog.knecht-ruprecht.info/feeds/posts/default?alt=rss

Blogger: Feed-Widget anpassen

Wie man im Bild links sehen kann, sind optional noch ein paar Einstellungen zu machen. So kann man dem ganzen HTML-Feed-Element einen Namen verpassen (in dem Fall “Aktuelle Artikel”) und man kann vorgeben, wie viele Feedelemente angezeigt werden sollen und ob Zusatzinfos (Autor, Datum) angezeigt werden sollen oder nicht.

Bis hierhin ist die Konfiguration also kein Problem.

Aber wie bekommt man jetzt einen Feed über die beliebtesten Artikel?

Ich benutze dazu auf dieser Seite den kostenlosen Service von PostRank.com. PostRank ist ein englischsprachiger Dienst, der den Inhalt von RSS-Feeds analysiert und seine Relevanz in verschiedenen Web2.0- und Social Networks ermittelt. Da geht auch schon das erste Problem los – auf europäische (oder vielleicht besser: nicht englischsprachige) Nutzer ist PostRank bisher nicht eingerichtet. Das hat mich zu Beginn eine Menge Nerven gekostet und ist auch der wesentliche Grund, warum ich erst zwei Monate nach Implementierung der Funktion darüber berichte. In der Zwischenzeit klappt die “Relevanzermittlung” bei meinem Blog ganz gut, auch wenn solch eine Hitliste natürlich immer subjektiv geprägt ist.

Wie funktioniert PostRank?

PostRank erläutert den technischen Ansatz auf dieser Seite, grundsätzlich kann man sagen, dass Dienste wie Twitter, FriendFeed, andere RSS-Feeds, Google Trackbacks etc. genutzt werden, um die “Wichtigkeit” eines Artikels zu bewerten. Dazu kommt noch die Ermittlung der Anzahl der Kommentare, um das Bild abzurunden. Gerade letzteres hat hier am Anfang gar nicht funktioniert, ist aber nach Intervention relativ zügig behoben worden.

Damit euer Feed bewertet wird, müsst ihr ihn bei PostRank anmelden und dazu müsst ihr euch zuerst dort registrieren. Kostet nix und geht schnell.

Nachdem ihr eingeloggt seid, könnt ihr Feeds hinzufügen (über die große Box in der Seitenmitte mit dem Analyze-Knopf) oder über eine OPML-Datei importieren. Dann dauert es eine ganze Weile, bis PostRank anfängt, den Feed (bzw. die Feeds) zu analysieren – je nachdem, ob sie schon bekannt sind oder nicht.

PostRank Wenn der Feed regelmäßig befüllt wird, dann wird das Ergebnis irgendwann so ähnlich aussehen wie bei mir: Mein PostRank-Feed!

Auf der linken Seite sieht man das PostRank-Widget, dass die beliebtesten Beiträge anhand einer Wertung zwischen 1.0 und 10.0 darstellt. Da drunter ist ein kleiner Hinweis “Get this Widget”, diese Box kann man über den zugehörigen Link also gleich direkt mit ein bissel HTML/Javascript-Code in seine Homepage einbinden. Man kann nach dem Klick auf “Get this Widget” sogar noch in Grenzen das Aussehen des Widgets bestimmen.

Wer also nur eine Top5-Liste der beliebtesten Artikel sucht, kann jetzt eigentlich aufhören, denn er ist am Ziel.

Wenn man aber lieber einen einfachen RSS-Feed haben will oder wem die gestalterische Flexibilität des Widgets zu gering ist, der muss noch einen Schritt unternehmen, um an den gefilterten Feed zu kommen.

In Kurzform: Den Feed nach den “Best Posts” filtern, dafür dann den RSS-Feed anzeigen lassen, kopieren, fertig.

Hier das ganze nochmal kurz als Film, da sieht man, wo man klicken muss.

Den kopierten Link muss man wie oben beschrieben wiederum in das Feed-Element von Blogger einfügen und schon hat man das eingangs erwähnte Dreigestirn beisammen.

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Design von Dicas Blogger, angepasst durch Mario Ruprecht