Donnerstag, 9. April 2009

Was viele schon wissen, …

… hat das Computermagazin c’t jetzt auch nochmal aufgearbeitet.

Die Argumente, die den Ursulafilter Internetfilter begründen sollen, sind fragwürdig.

Wie überraschend! Sleepy

Aber schön, dass es die (von mir sehr geschätzte) c’t noch einmal aufgreift und auch kritisch hinterfragt. So wurde von Frau von der Leyen als Begründung ja eine drastische Zunahme einschlägiger Verbrechen angeführt – ohne darauf zu achten, dass diese Zahl nur den Anfangsverdacht bewertet und nicht die wirklich nachgewiesenen Straftaten. Ein Schelm, wer böses dabei denkt Dont tell anyone

Die sogenannte “Operation Himmel” hat damals 12.570 Verdächtige hervorgebracht, von denen allerdings selbst ein knappes Jahr danach scheinbar keiner verurteilt wurde.

Auch die anderen Argumente von der Leyens erwiesen sich als nicht stichhaltig, so c't: Die geplanten Internet-Sperren seien leicht zu umgehen. Sie würden nicht dazu führen, dass organisierte Kinderpornohändler weniger Geld verdienen. Erfahrungen aus skandinavischen Ländern, die solche Sperren bereits eingeführt haben, bestätigen dies. Gehandelt wird das grauenhafte Material nämlich längst fast ausschließlich in geschlossenen Zirkeln im Internet.

Kommen werden die “Sperren” trotzdem. Und sicher nicht nur gegen (angebliche) KiPos – es gibt doch noch soooooooooooo viel mehr zu sperren …

Politik kann so toll sein!

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