Samstag, 23. Mai 2009

So könnte man Social Networks killen!

Ach ja, eigentlich hätte man es kommen sehen müssen.

Wenn das stimmt, was Fabian hier niederschreibt, dann “Gute Nacht!” Last.FM und “Gute Nacht!” Social Networks.

Worum geht’s? Last.FM ist ein Dienst im Web, der den eigenen Musikgeschmack analysiert und daraufhin “Freunde” mit ähnlichem Geschmack, einen passenden Radiostream oder neue, ähnliche Lieder/Künstler vorschlagen kann. Ich nutze das ganz gerne und bin auch ein begeisterter Anhänger des Symbian-Programms “mobbler”, das diese Funktionen ebenfalls unterstützt.

Damit Last.FM seine Aufgaben erfüllen kann, muss der Dienst natürlich wissen, welche Musik man selbst hört. Dieser Vorgang heißt “scrobbeln”.

Angeblich hat Last.FM (über Umwege) Scrobbel-Daten an die RIAA abgegeben, das ist sowas ähnliches wie die GEMA in Deutschland. Ziel der Aktion war das Identifizieren von Last.FM-Nutzern, die bestimmte Songs vor deren Veröffentlichung scrobbeln (also zwangsläufig hören). Diese Songs konnten dann nur illegale Kopien sein, so zumindest die Argumentation. Der Strafverfolgung sind somit Tür und Tor eröffnet und das ganz entgegen der Privacy-Erklärungen auf der Last.FM-Webseite.

Ich könnte jetzt technisch argumentieren, dass ein Lied nur anhand seiner Meta-Daten von Last.FM erkannt wird – wer hindert mich, Nenas “99 Luftballons” falsch zu beschriften und nach dem neuen Hit von Eminem aussehen zu lassen? Aber egal, darum geht’s hier auch gar nicht!

Hier geht es darum, dass die ständige Vernetzung im Web2.0 (Last.FM ist da nur ein Beispiel) sich irgendwann gegen den einzelnen Anwender richten wird. Nicht kann – wird! Alles nur eine Frage der Zeit! Smile

Übrigens weist Last.FM die Anschuldigungen vehement von sich, die ursprünglichen Anschuldigungen sind auch schon ein paar Monate her. Trotzdem: Mal sehen, was dabei herauskommt, den TechCrunch ist auf Zack und liefert neues Material.

Zum Nachdenken regt es allemal an – bin ja selber rundum Web2.0-erschlossen.

(via boerge30)

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