Samstag, 12. September 2009

Das sagt die S-Bahn …

Das hier kommt reichlich spät.

Sehr geehrte Fahrgäste,

wir haben Sie enttäuscht. Noch bis vor wenigen Tagen waren wir S-Bahner selbst fest davon überzeugt, ein gewaltiges Stück der Durststrecke bewältigt zu haben. Tatsächlich haben wir nun einen herben Rückschlag erlitten, der nicht vorhersehbar war.

Mir tut das außerordentlich leid. Ihnen, unseren Fahrgästen gegenüber, die nach langen Wochen der Einschränkungen anerkannt haben, dass sich die Leistungsfähigkeit der S-Bahn langsam verbesserte. Und auch für unsere Mitarbeiter, die wochenlang unter Hochdruck daran gearbeitet haben, die Situation in den Griff zu bekommen. Die Ernüchterung ist bei allen groß. Ich weiß, dass vielen längst das Verständnis für die Situation fehlt.

Am vergangenen Montag war eine Entscheidung zu treffen, die nicht leicht war, die aber keinen Ermessensspielraum zuließ. Bei zusätzlichen Sicherheitsüberprüfungen an Fahrzeugen der Baureihe 481 wurden an einem Wagen vier auffällige Bremszylinder festgestellt. Dies ließ uns nur eine Wahl: Vorübergehende Stilllegung aller Wagen mit einer bestimmten Kilometerleistung – zur Sicherheit unserer Fahrgäste und unserer Mitarbeiter. Es gab keine Zeit, Informationen zu den neuerlichen Einschränkungen im S-Bahn-Verkehr umfassend vorzubereiten. Wir haben die Möglichkeiten des schnellen Internets und alle verfügbaren Medien wie Hörfunk und Fernsehen genutzt. Derzeit vervollständigen wir die Aushänge auf den Bahnhöfen und stellen Fahrplantabellen für die Zusatz- und Ersatzverkehre her. Dies braucht Zeit und ist noch nicht perfekt. Wir wissen dies.

Umso wichtiger ist es für uns, dass wir mit Kundenbetreuern und Servicekräften für Ihre Fragen da sind: auf den Stationen, in den Zügen und am Kundentelefon. Dabei kommt es immer wieder auch zu schwierigen Situationen und gar Überreaktionen. Auch wenn es nicht immer leicht ist, gehen Sie bitte rücksichtsvoll miteinander um. Ich versichere Ihnen, dass wir schnellstmöglich wieder Fahrzeuge in Betrieb nehmen. Es geht zunächst leider noch langsam voran. Seit Donnerstag vormittag können wir einen stabilen Notfahrplan bieten. Sobald mehr geht, informieren wir Sie.


Ihr Peter Buchner
Sprecher der Geschäftsführung der S-Bahn Berlin GmbH

Quelle

… nicht vorhersehbar war”?

Kann ich nicht so richtig glauben. Die sollen sich mal schön über die Entschädigung für die Kunden Gedanken machen. Obwohl: Alles, was gezahlt wird, tragen wir vermutlich nächstes Jahr in Form gestiegener Fahrpreise sowieso doppelt Angry

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