Freitag, 16. Oktober 2009

Installationsmarathon – 12 Stunden Windows 7

Ach, wie groß war doch meine Vorfreude auf Windows 7.

Aber ich sollte fair bleiben, ich bin immer noch gespannt.

Aber die letzten 30 Stunden habe ich mehr oder minder mit Fehlersuche an meinem PC zugebracht. Die meiste Zeit ging dabei mit fehlgeschlagenen Installationsversuchen drauf.

Eigentlich fing es ganz harmlos an: Brav eine Vollsicherung von meiner Windows-XP-Partition gemacht, die frische 64Bit-Windows-7-Ultimate-DVD ins Laufwerk gelegt und ins Setup gebootet. Die Installation sollte beginnen und schwuppdiwupp sehe ich die erste Fehlermeldung, Windows könne nicht auf’s Installationsmedium zugreifen. Okay, also von vorn.

Nach ca. 15 erfolglosen Versuchen, die mal bei 3%, bei 50% oder auch bei hoffnungsvollen 98% in diversen Fehlermeldungen (zumeist 0xc000005) endeten, lief dann zufällig doch mal eine Installation bis zum ersten geplanten Reboot durch. Dieser endete erst im Bluescreen und dann im abgesicherten Modus. Irgendwann nach 6h Rumprobierei in beiden optischen Laufwerken lief dann das erste Windows 7 auf meinem Rechner.

Allerdings nicht sehr stabil: diverse Bluescreens mit MEMORY_MANAGEMENT und ähnliche Fehlermeldungen ließen mich irgendwie glauben, dass es kein Software- sondern ein Hardwareproblem ist. Nur warum lief dann mein 32bittiges Windows XP so stabil?

Hier nochmal mein Setup:

Ich würde mich jetzt nicht gerade als Laie bezeichnen, was solche Probleme angeht, aber das hier ist/war schon ziemlich frustrierend. Was habe ich nicht alles probiert: IDE vs. SATA (AHCI), verschiedene BIOS-Versionen geflasht und getestet, diverse BIOS-Settings verändert usw. usf.

Da alle meine fehlgeschlagenen Versuche mich immer wieder auf den Speicher verwiesen, habe ich dann mal Memtest86+ heruntergezogen, auf eine CD gebrannt und ausprobiert.

Maximus Formula: Memory Remap an

Maximus Formula: Memory Remap aus

Tja, das linke Bild verheißt nichts gutes, das rechte sieht da schon sehr viel besser?

Was ist der Unterschied? Die Option “Memory Remap” im Bios, die dafür sorgt, dass der Speicherbereich von Komponenten (z.B. Grafikkarte) über den Adressraum des physikalisch vorhandenen RAMs hinaus erweitert wird. Wenn also “Memory Remap” aktiviert ist, dann kann man seinen vollen Speicher nutzen (in meinem Fall also 4GB); wenn man es deaktiviert, dann ist der verfügbare Speicher kleiner (z.B. wird der Speicher der Grafikkarte – in meinem Fall 512MB – vom generell verfügbaren RAM abgezogen).

Ich kann bisher nicht sagen warum, aber der Rechner läuft unter dem 64bittigen Windows nur dann stabil, wenn ich das Remapping im BIOS ausschalte. Dann verbeiben mir noch ca. 3,3GB von meinen eigentlich 4GB. Ich denke nicht, dass das Problem an der Hardware neu ist, aber unter meinem 32Bit-Windows-XP ist es vermutlich nicht aufgefallen, da dieses sowieso keine 4GB vollständig adressieren kann. Angry

Ich bin naturgemäß nicht sonderlich froh über das Problem, auf der anderen Seite stellt sich so langsam Ruhe ein, dass ich die vermeintliche Ursache des zufälligen Fehlverhaltens identifiziert habe.

Ich kann mich also jetzt an das Erforschen von Windows 7 machen. Wer trotz allem Tipps oder Ideen zu obigem Problem hat, der ist in den Kommentaren sehr gern gesehen! Light bulb

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