Sonntag, 10. Januar 2010

Adagio City Aparthotel Berlin Kurfürstendamm

Wenn man eine Weile bloggt, dann flattert einem auch schon mal das ein oder andere Review-Angebot ins Haus. Bisher bin ich darauf nicht eingegangen, aber dieses Mal fand ich die Idee interessant und somit berichte ich euch heute mal über etwas ganz anderes: ein Hotel. In Berlin. Am Ku’damm.

Nette und ich haben dieses Wochenende eine Nacht im Adagio Aparthotel Berlin verbracht, einem sogenannten “Apartment Designhotel”. Hotels habe ich in meinem Leben schon ziemlich viele gesehen, das bringt die ein oder andere Dienstreise so mit sich, aber das Adagio (im übrigen eine größere Hotelgruppe) ist schon ein kleines bisschen anders, erst recht als die üblichen Business-Hotels.

Unter http://www.adagio-city.de/ kann man sich einen ersten Eindruck verschaffen, die Idee des Longstay-Hotels im Designeroutfit scheint aus Frankreich zu stammen, zumindest gibt es dort bisher die meisten Häuser der Gruppe. In Deutschland ist das neu errichtete Haus in der Nähe des Kurfürstendamms das Erste seiner Art.

Zimmer 005 im Adagio Berlin Wir sind am vergangenen Freitagnachmittag per S-Bahn angereist und haben nach etwas Sucherei (die Lietzenburger Str. 89a liegt in zweiter Reihe) das Hotel fast trocken erreicht. Ich schätze mal, es sind ca. 10-15min Fußweg vom S-Bahnhof Savignyplatz. Der Empfang war nett, freundlich und professionell (im positiven Sinne) und als Zimmer bekamen wir sogleich die Nummer 005 zugewiesen – ein Apartment im Erdgeschoss.

Wie ging’s weiter?

Der Wohnbereich Na das übliche in einem Hotel: Man geht auf’s Zimmer und erforscht die Anzahl der Fernsehprogramme Tongue out

Das Apartment besteht aus zwei Zimmern, eins fungiert als Schlafzimmer, das andere als Aufenthaltsraum mit Klappsofa, Couchtisch und Schreibtisch. Beide Zimmer haben ihren eigenen Fernseher – sehr angenehm! WinkDie Küche

Überrascht hat uns das Vorhandensein einer kleinen, aber vollständig mit Herd, Mikrowelle,  Kühl- und Gefrierschrank sowie Geschirrspüler ausgerüsteten Küchenecke. Aber klar, wer hier länger bleiben will, der wird so etwas zur Selbstversorgung sicherlich begrüßen und man hätte vom Namen “Aparthotel” eigentlich auch darauf schließen können. Zudem das Konzept das Hotels so aussieht, dass man Apartments und Studios anbietet und (übliche) Hotelzusatzleistungen wie z.B. Frühstück einfach optional hinzugebucht werden, falls man sie denn benötigt.

Das Bad mit Dusche Ansonsten gibt es noch ein Bad mit Dusche und ein abgeteiltes Räumchen, in dem sich nichts weiter als die Toilette befand. An der Dusche kann ich nur bemängeln, dass es keinen sinnvollen Seifenhalter oder eine andere Abstellfläche in der Dusche gab – so habe ich mir beim Aufheben der Seife vom Duschrand schön den Kopf am Wäscheständer gestoßen.

Die gesamte Einrichtung war gepflegt und sauber (was bei gefliestem Fußboden und diesem Dreckwetter sicherlich auch eine Mühe ist) und machte einen sehr neuwertigen Eindruck. Man konnte das Gefühl haben, der erste Gast in dem Zimmer zu sein.

Wir haben uns nicht lange aufgehalten und unseren Berlin-Abstecher mit einem Kinobesuch fortgesetzt und waren erst kurz vor Mitternacht wieder im sehr ruhigen Hotel. Der Zimmerschlüssel öffnet um diese Uhrzeit auch die Außentür, so dass man problemlos in späten Abendstunden ins Hotel kommt.

Das Zimmer war erstaunlich ruhig, da kommt dem Hotel die Lage in zweiter Reihe zugute. Unsere Fenster zeigten auf eine Art Innenhof und wir konnten den ruhigen Schneefall genießen.Frühstücksbüffet

Am nächsten Morgen haben wir im sogenannten “Wohnzimmer” des Hotels (das ist die vom Eingangsbereich abgetrennte Lobby des Hotels) unser Frühstück genossen: Alle möglichen Kaffee- und Tee-Spezialitäten, frische Brötchen, Wurst, Käse, Marmeladen, Nutella, frischer Obstsalat, Müsli, Joghurt und leckere Säfte reichten uns als morgendliche Stärkung. Nur auf Warmspeisen wie z.B. Rühreier muss man zumindest am Büffet verzichten – mangels Appetit haben wir auch nicht explizit danach gefragt.

Im Wohnzimmer gibt es auch (nach Anmeldung) frei verfügbares WLAN, mehrere Gäste nutzten dies auch am Vorabend aus und surften mit NetBooks in den Weiten des Internets. Auch in der Lobby erwartet den Gast eine interessante Gestaltung – keine fetten Ledersofas, hier ist alles eine Ecke dezenter und angenehmer.

Was gibt es noch zu erwähnen?

Fitnessraum Das Hotel hat keine Hausbar, auch auf dem Zimmer findet man keine Getränke. Dafür gibt es in der Lobby einen Getränke- und Snackautomaten. Auch ein Fitnessraum steht den Gästen kostenfrei zur Verfügung, wer sich also sportlich betätigen will, kann das gerne tun.

Die Lage des Hotels (ca. 300m bis zum Ku’damm) ist ziemlich zentral, auch wenn man sich als Ossi doch eher selten nach Westberlin verirrt Tongue out. Im näheren Umfeld gibt es eine Menge Restaurants, Bars und kleinere Geschäfte, U- und S-Bahn sowie diverse Busse sind fußläufig ohne Anstrengungen zu erreichen.

Und auch immer sehr wichtig: Das Personal war sehr freundlich und hilfsbereit und ich denke nicht, dass dies nur mit dem Review hier zu tun hat. Wink

Fazit?

Als Randberliner fällt es einem immer relativ schwer, ein Hotel in Berlin zu empfehlen – denn wann kommt man denn mal in die Verlegenheit, nur 30km von daheim im Hotel zu schlafen? Ich kann das Adagio weiterempfehlen, es ist aus meiner Sicht ideal für Selbstversorger, die in zentraler Lage ein paar (oder auch mehr) Tage in Berlin verbringen wollen. Preislich finde ich es fair: Das von uns bewohnte Apartment gibt bis zu 4 Personen Raum und kostet momentan pro Nacht 83,- EUR (ohne Frühstück bei 7 Tagen Dauer) plus 200 EUR Kaution.

Anbei noch ein paar Fotos, seid bitte nachsichtig mit mir – ich hatte nur das Handy bei. Disappointed

Adagio Berlin - Eingangsbereich

Blick vom Schlafzimmer in den Wohnbereich

Das Schlafzimmer

Bei Fragen fragen …

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