Samstag, 2. Januar 2010

Deutsche Krebshilfe vs. “Killerspieler”?

Deutsche Krebshilfe vs. Killerspieler?Die Deutsche Krebshilfe e.V. macht vermutlich einen guten Job unter ihrem Motto “Helfen. Forschen. Informieren.” und legt auf den eigenen Seiten dar, dass sie keine öffentlichen Mittel bezieht und alle Aktivitäten nur durch freiwillige Zuwendungen der Bevölkerung bestreitet.

Die Aufgabe kann sicherlich niemand in Frage stellen, sie ist nützlich und sinnvoll und die Arbeit des eingetragenen Vereins sollte einer breiten Öffentlichkeit kundgetan werden. Dies führt schließlich potentiell dazu, dass der Verein mehr Spenden erhält und somit noch mehr Gutes tun kann.

Möge man meinen …

Aber anscheinend ist man im Deutschen Krebshilfe e.V. ein wenig eigen und lehnt auch gern mal Hilfe ab, selbst wenn sie von einem anderen Verein kommt. Im besagten Fall geht es um den Verein prediction Gaming e.V., der in seiner Satzung unter anderem folgende Punkte zu stehen hat:

  1. Zweck des Vereins ist es, Jugendliche mit Schwerpunkt auf die Neuen Medien zu bilden. Die Mitglieder des Vereins treffen sich regelmäßig online, um ihre Erfahrungen auszutauschen und ihre Kenntnisse zu vertiefen. Eine Aufgabe ist die Bildung einer Online-Plattform, in der unerfahrene Computernutzer unentgeltlich auf die Erfahrungen und Kenntnisse von Computerprofis zurückgreifen können. Neulingen soll so der Zugang zum Internet erleichtert werden, sowie Randgruppen gefördert werden. Eine weitere Aufgabe ist die Förderung der neuen Elektronischen Sportarten durch gemeinsame Trainingsabende, Turniere und Matches. Die Arbeit des Vereins orientiert sich dabei eng an den Bedürfnissen seiner Zielgruppe.
  2. Des Weiteren ist es Zweck des Vereins, die Krebsforschung und Menschen mit Krebserkrankung zu unterstützen. Dies geschieht in dem für den Verein möglichen Rahmen.

Beides Ziele, die ich für sehr sinnvoll halte. Das Engagement im Rahmen der Krebsvorsorge bzw. -hilfe beruht darauf, dass ein Erstmitglied vor ein paar Jahren in jugendlichem Alter an Krebs verstarb.

Um die Aktivitäten zu bündeln, hat sich prediction Gaming an die Deutsche Krebshilfe gewandt, um Möglichkeiten der Zusammenarbeit im Bereich der karitativen Vereinsziele zu erörtern.

So kam es nun, dass wir in Kontakt mit dem Deutsche Krebshilfe e.V. traten. Das Ergebnis unserer Gespräche war, dass Spenden zwar gerne entgegengenommen werden, die Verwendung des Logos - der immer eine Genehmigung erteilt werden muss - aber verboten wurde. Auf telefonische Nachfrage hin, welcher Umstand diesem Verbot zu Grunde lag, konnte man uns keine ausreichende Erklärung liefern und verwies stattdessen auf interne Regeln - auch ethischer Natur - für zu genehmigende Projekte und Vereine. Unser Verein entspreche nicht allen Regeln und demnach bleibt es bei einem Verbot der Logo-Nutzung.

Nun, was soll ich sagen – solange die Krebshilfe ihre Entscheidungsgrundlagen und “ethischen Regeln” nicht offen legt, wird man wohl nie erfahren, warum man die Zusammenarbeit verweigert.

Vielleicht ist man als Spieler schon zu negativ eingestellt, aber persönlich vermute ich hier auch ein Problem mit dem Thema “Computerspiel” oder wie es in den konservativen Medien so gern heißt: Killerspiel.

Falls es so sein sollte, kann ich nur sagen “Zu kurz geblickt!”. Computerspiele (auch diese mit Gewaltanteilen) sind Teil unserer Kultur – und nicht nur der Jugendkultur: Schließlich zähle ich mich mit mit meinen 36 Lenzen nicht zur Jugend aber zur aktiven Computerspielgemeinde. Ich hege immer noch die Hoffnung, dass das Thema “Computerspiel” spätestens dann konstruktiv diskutiert wird, wenn die Generationen der Nicht-Spieler so langsam im Fluss der Zeit verschwinden. Kann aber wohl noch 20/30 Jahre dauern Tongue out

Der Krebshilfe wünsche ich etwas mehr Offenheit im Umgang mit Unterstützern, deren Tun und Handeln sie nicht verstehen. Oder etwas mehr Konfliktfähigkeit, das könnte ja auch schon helfen.

prediction Gaming drücke ich die Daumen, dass sie schnell einen anderen erfahrenen, karitativen Partner finden, um viel Gutes tun zu können!

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