Dienstag, 16. Februar 2010

Massig Speicherplatz im Netz – Strato HiDrive

Strato HiDrive Der Provider Strato, bei dem ich auch Kunde bin, hat vor Kurzem einen neuen (cloudbasierten?) Dienst namens HiDrive gestartet.

HiDrive stellt Speicherplatz im Netz zur Verfügung. Damit ist er wahrlich nicht alleine auf der Welt, aber berichtenswert ist diese Nachricht meiner Meinung nach aus zwei Gründen:

Zum einen war ich einer der ersten 20.000 Nutzer, die Strato mit kostenlosen 20GB Speicherplatz auf Lebenszeit gelockt hat. Anfangs waren es sogar nur 10.000, dann hat man schnell nochmal genauso viele nachgelegt, da der Ansturm überwältigend war und die Enttäuschung bei den zu spät gekommenen Newsletter-Empfängern wohl auch. Insgesamt habe ich jetzt nur die Einrichtungsgebühr von 9,90 EUR gezahlt, das ist mir der Spaß wert.

Der zweite Grund, warum HiDrive aus der Masse heraussticht, ist die Vielzahl der Schnittstellen, über die man auf die Daten zugreifen kann:

HiDrive stellt im Gegensatz zum Beispiel zu Dropbox keine Client-Software zur Verfügung, man arbeitet hier also immer mit den Bordmitteln der verschiedenen Betriebssysteme wie Windows oder Linux etc.

So kann man ein Laufwerk unter Windows ganz normal per Freigabe einbinden oder man benutzt das ebenfalls unterstützte WebDAV-Protokoll. Das Webinterface zur Administration von HiDrive stellt ebenfalls einen simplen Dateimanager zur Verfügung, so dass auch von unterwegs Zugang zu den Daten besteht, falls benötigt.

HiDrive - nur verschlüsselte Verbindungen zulassen Generell rate ich dazu, nur verschlüsselten Zugriff zu erlauben, das erschwert natürlich den Zugriff, gibt aber bedeutend mehr Sicherheit.

Dazu kann man in der Adminoberfläche unter anderem einen SSH-Schlüssel hochladen, mit dem die Kommunikation bei rsync etc. dann entsprechend gesichert wird. Nur das Einbinden eines “normalen” Windows-Netzwerklaufwerks ist dann nicht mehr so simpel möglich, dafür stellt Strato eine OpenVPN-Anbindung zur Verfügung. Damit wird der eigentlich unsichere (weil unverschlüsselte) SMB/CIFS-Zugriff durch einen sicheren OpenVPN-Kanal getunnelt. Diese Konfiguration ist aber ziemlich aufwändig und auch nicht Laien-kompatibel, so dass man für eine möglichst einfache Anbindung auf WebDAV per HTTPS zurückgreifen sollte.

Ich weiß noch nicht genau, was ich mit meinen 20GB machen will, aber da fällt mir bestimmt was ein. Im übrigen kann man auf Wunsch (und natürlich kostenpflichtig) die Speichergröße auf bis zu 5 Terabyte (= 5000GB) erhöhen. Das sollte eine Weile reichen!

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