Donnerstag, 25. März 2010

Leseempfehlung: Stanislaw Petrow und der rote Knopf

1983 war ich 10 Jahre alt.

In diesem Jahr ist die Erde haarscharf an einem atomaren Fiasko vorbeigeschlittert – und hier meine ich nicht den Störfall eines Atomkraftwerks sondern einen atomaren Erstschlag auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges, der vermutlich zur Auslöschung der Welt, wie wir sie kennen, hätte führen können …

Der Mensch bekriegt sich gegenseitig seit Anbeginn der Zeit, Gründe gab immer es und wird es immer geben und deswegen wird es auch immer Kriege auf dieser Welt geben. In Deutschland haben wir das Glück, seit mehr als 60 Jahren von größeren, kriegerischen Auseinandersetzungen verschont geblieben zu sein – aber auch Europa ist nicht friedlich, wie das Thema Ex-Jugoslawien faktisch vor unserer Haustür gezeigt hat.

Deutschland mischt in Krisen- und Kriegsgebieten wieder kräftig mit, sei es Europa, Afrika oder eben jetzt im Irak.

Vielleicht ist es also mal wieder Zeit sich zu besinnen.

Und zwar darauf, wie schnell alles vorbei sein kann.

Deswegen empfehle ich euch in einer wirklich ruhigen Minute diesen Telepolis-Artikel über Stanislaw Petrow, der im September 1983 eine Bauchentscheidung getroffen hat, die vermutlich Millionen Menschen das Leben gerettet hat.

Wer halbwegs gute Englischkenntnisse hat, der sollte sich auch noch zur Aufrüttelung obiges Video anschauen: Dort geht es um eine Bombe mit dem harmlos klingenden Namen “Tsar”, die größte von Menschenhand geschaffene Zerstörungsmachine mit der Sprengwirkung von ca. 58.000.000 Tonnen TNT oder anders ausgedrückt mit der zehnfachen Sprengwirkung der Summe aller Bomben, die während des gesamten Zweiten Weltkriegs detonierten.

Sowas kann einen sprachlos machen, oder?

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