Dienstag, 9. März 2010

Mehr Datenschutz: Kill-ID für Google Chrome

Neulich hatte ich geschrieben, dass ich Maxthon mal für eine gewisse Zeit beiseite lege und den Internetbrowser von Google namens Chrome ausprobieren werde.

Chrome stand und steht oft in der Kritik, weil es Daten an Google übermittelt. Damit hält man auch nicht hinter den Berg, aber die Kritik beruht im Wesentlichen darauf, dass man diese “Übertragungen” nicht abstellen kann, dafür ist kein Mechanismus vorgesehen.

Kill-ID für Google ChromeUm trotzdem halbwegs Herr über die eigene Privatsphäre zu sein, sollte man sich mal Kill-ID für Chrome von Alexander Miehlke etwas näher anschauen.

Bei dem kostenlos erhältlichen Programm handelt es sich um ein Tool, mit dem man Einstellungen verändern kann, die Google in Chrome nicht zugänglich macht. Die aus meiner Sicht wichtigste Funktion gilt der sogenannten ID, also einem (eindeutigen) Identifikationsmerkmal, das bei der Installation von Chrome festgelegt wird somit Google in die Lage versetzt, den Browser eindeutig zu identifizieren.

Wie in obigem Bild zu erkennen, kann man noch diverse andere Optionen verändern – alle gut erläutert und beschrieben. In der aktuellen Version 1.2.4.0 ist das Abschalten des DNS-Prefetching hinzugekommen. Dabei handelt es sich um eine Funktion, die Google erst vor kurzem eingeführt hat: Wenn man eine Seite lädt, dann schaut Chrome sich alle Links in dieser Seite an und wenn dort “unbekannte” Domainnamen auftauchen, dann fragt er schon mal proaktiv nach deren IP-Adresse – ohne dass man auf diesen Link geklickt hat. Dadurch kann das Surfen etwas schneller sein, auf der anderen Seite könnte ein Monitoring des Verkehrs ein unrealistisches Surfverhalten ergeben.

Letztendlich muss jeder selber wissen, wie das persönliche Verhältnis zwischen Komfort und Datensicherheit aussieht und Kill-ID ist dafür ein nützliches Werkzeug.

Zum Download.

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