Montag, 5. April 2010

Kostenloser Virenscanner: Microsoft Security Essentials

Die Lizenz meines Kaspersky-Virenscanners auf (m)einem “Drittrechner” ist mal wieder abgelaufen – was liegt da näher als versuchsweise auf einen kostenlosen Virenscanner umzusteigen?

Windows Security Essentials - Installation Microsoft hat vor eigner Zeit, einen Antivirenspezialisten eingekauft und das Ergebnis dieser Akquisition ist seit mehreren Monaten als Microsoft Security Essentials (WSE) kostenlos für Windows XP, Vista und Windows 7 erhältlich (zumindest solange die Echtheitsprüfung des Betriebssystems bestanden wird).

Microsoft Security Essentials scannt nicht nur nach Viren sondern auch nach Spyware und liefert einen Echtzeitschutz.

Windows Security Essentials - Schnelle Prüfung

Zudem kann man den PC auch einer Schnell- sowie einer vollständigen (intensiven) Prüfung unterziehen. Updates zieht das Programm selbstständig, allerdings kann nicht sagen, wie oft es das tut und wie schnell die Microsoft-Jungs auf neue Bedrohungen reagieren.

Erwähnenswert ist noch, dass Microsoft Daten über Virenfunde durch die Software erhält: Das Ganze versteckt sich hinter dem harmlosen Begriff Microsoft SpyNet, den es in der Ausprägung Basis und Premium gibt. Premium bitte nicht falsch verstehen: Hier werden noch mehr Daten an Microsoft gesendet. Wer Details wissen möchte, sollte sich auf jeden Fall die Datenschutzbestimmungen der Security Essentials durchlesen, hier mal ein Auszug:

Gesammelte, verarbeitete oder übertragene Informationen: Microsoft SpyNet-Berichte enthalten Informationen zu fraglichen Dateien oder Programmen (beispielsweise Dateinamen, kryptografischer Hash, Händler, Größe und Datumsstempel). Außerdem erfasst Microsoft SpyNet möglicherweise vollständige URLs, um den Ursprung der Datei anzuzeigen, der möglicherweise gelegentlich persönliche Informationen wie Suchbegriffe oder in Formulardaten eingegebene Daten enthält. Berichte enthalten möglicherweise auch die Vorgänge, die Sie angewendet haben, als Microsoft Security Essentials Sie über ermittelte Software benachrichtigt hat. Microsoft SpyNet-Berichte enthalten diese Informationen, um Microsoft dabei zu unterstützen, die Effektivität von Microsoft Security Essentials beim Ermitteln und Entfernen schädlicher und möglicherweise unerwünschter Software zu messen.

Letztendlich muss jeder selbst entscheiden, ob er das zulassen will oder nicht. Falls nicht, gilt es, ein anderes Antivirenprogramm zu nutzen, denn ein vollständiges Abstellen von SpyNet ist nicht vorgesehen.

Beim mir laufen die WSE auf meinem HTPC, also einem Rechner der ein bissel als Server dient und ansonsten nicht viele Aufgaben hat und an dem auch nicht im Web gesurft wird.

Mal sehen, wie sich die Software schlägt …

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