Mittwoch, 7. April 2010

Outlook-Kontakte mit Google abgleichen: GO Contact Sync

Neulich habe ich über eine kostenlose Möglichkeit berichtet, wie man seine Termine zwischen Microsoft Outlook und dem Google-Kalender und dann wiederum Outlook abgleichen kann.
Was ist aber mit den Kontakten?
Auch diese ändern sich von Zeit zu Zeit und ich hätte schon gern auf allen System den gleichen Datenstand.
Leider bietet Google für normale Nutzer keine eigene Lösung dafür an (für Geschäftskunden geht das wohl über ActiveSync), aber es gibt findige Programmierer, so dass ich über das relativ neue Programm “GO Contact Sync” gestolpert bin, das genau dies verspricht: Kontaktsynchronisation zwischen Outlook und Google Contacts.
Es gibt auch jetzt schon die Möglichkeit, seine Outlook-Kontakte in Google zu importieren: Dafür muss man innerhalb von Outlook seine Kontakte in eine CSV-Datei exportieren, die man dann über den Browser in Google Mail einlesen kann. Das ist umständlich und nervig also schauen wir doch mal was GO Contact Sync so kann:
Als erstes die obligatorische Warnung: Die Software befindet sich im Beta-Stadium, der Autor übernimmt natürlich keine Haftung. Ich lege hier auch nur meine Erfahrung dar, die ich bei kurzen Tests sammeln konnte.
Installation GO Contact Sync
Den Download der quelloffenen Software gibt es als .msi-Datei bei Sourceforge, ein Doppelklick auf die heruntergeladene Datei startet den Installationsvorgang, der übrigens eine installierte .NET-Laufzeitumgebung voraussetzt, die aber die meisten vermutlich schon auf dem System haben werden.
Nach der Installation kann man das Programm über den entsprechenden Eintrag im Windows-Startmenü aufrufen und sieht dann folgendes Bild:
GO Contact Sync Im oberen Teil gibt man die Zugangsdaten von Google ein, also Emailadresse und Passwort. Darunter im gelben Fenster erscheinen Statusnachrichten und Fehlermeldungen des Synchronisationsvorgangs.
Im Feld “Sync Profile” kann man einen Namen wie “Office” oder ähnliches eingeben, mir ist noch nicht ganz ersichtlich, wozu diese Unterscheidung dienen soll.
Darunter sind dann die verschiedenen Optionen sichtbar, die man für den Synchronisationsvorgang einstellen kann. Zuerst kommen die Einstellungen bezüglich des Umgangs mit Konflikten (unterschiedliche Daten für einen Kontakt) und die letzten beiden Boxen geben an, ob man nur in eine Richtung synchronisieren (oder besser kopieren) will.
Bei Nutzung von Outlook 2003 sollte man darauf achten, dass wahrscheinlich die folgende Sicherheitsabfrage erscheint, die man mit “Ja” bestätigen muss – sonst geht’s nicht weiter!
Outlook: Sicherheitswarnung
Die Software ist leider nicht ganz fehlerfrei, so werden die Bilder nicht zuverlässig übertragen. Die Entwicklung ist auch seit einem Jahr eingeschlafen, der Auto hat sie aber als Open Source zur Verfügung gestellt – vielleicht nimmt sich ja nochmal jemand der Thematik an.
Nichtsdestotrotz ist die Software mal einen Blick wert, das Optimum stellt sie allerdings noch nicht dar!

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