Dienstag, 11. Mai 2010

Android 2.2 (Codename: Froyo) auf dem Weg?

Google AndroidGoogles Entwicklerkonferenz Goggle I/O 2010 wird nächste Woche am 19. und 20. Mai in San Francisco stattfinden.

Die Android-Gemeinde erwartet unter anderem die offizielle Vorstellung der nächsten Android-Version 2.2 mit dem lustigen Namen Froyo (Frozen Yoghurt), die gerüchteweise vollständige Flash-Integration mit sich bringen soll. Passend dazu gibt es schon mal ein Teaser-Video, wie so etwas auf dem Nexus (oder ist es doch ein Milestone?) aussehen kann:

Das ist natürlich ein kräftiger Hieb gegen Apple und deren Anti-Flash-Politik. Den offenen Brief von Steve Jobs an Adobe müsst ihr wirklich mal lesen (Thoughts on Flash):

Am besten gefällt mir diese Stelle:

Adobe’s Flash products are 100% proprietary. They are only available from Adobe, and Adobe has sole authority as to their future enhancement, pricing, etc. While Adobe’s Flash products are widely available, this does not mean they are open, since they are controlled entirely by Adobe and available only from Adobe. By almost any definition, Flash is a closed system.

Realsatire! Das sagt der wirklich! Apple! Die haben dem Begriff “proprietär” doch wohl eine ganz neue Bedeutung gegeben. Oh Mann, fail.

Aber zurück zu 2.2: Neben Flash wird unter anderem gehofft, dass das Installieren von Apps auf der Speicherkarte durch Android selbst unterstützt wird. Bisher kann man dies nur mittels App2SD auf einem gerootetem (also gehacktem) Gerät tun.

Der dritte Punkt soll die Performance betreffen: Android Apps sind in JAVA geschrieben und Google will jetzt einen JIT (Just-in-Time-Compiler) ins System integrieren. Das sollte die Performance von Android-Telefonen zumindest in der Theorie deutlich anheben. Wobei mein HTC Desire definitiv jetzt schon das schnellste Handy ist, mit dem ich bisher gearbeitet habe.

Tja, da wären wir auch schon beim Knackpunkt: Selbst wenn Froyo in den nächsten Wochen veröffentlicht wird – ob es ein Update für das Desire geben wird, ist vollständig offen. Die Hersteller sind natürlich eher bestrebt, neue Modelle zu verkaufen und zudem müsste die HTC-eigene Oberfläche Sense erst an das neue Android angepasst werden. Das sind Aufwände, die man eventuell nicht erbringen kann oder will.

Natürlich hoffe ich, dass man so ein Top-Gerät wie das Desire nicht gleich links liegen lässt, aber die Upgrade-Politik von HTC war in der Vergangenheit immer etwas fragwürdig …

Da heißt es wohl: Abwarten, Tee trinken und sehen, was passiert!

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