Dienstag, 22. Juni 2010

Beste Grüße aus Bukarest!

Bukarest Novotel City Centre Ich bin seit langem wieder in Europa unterwegs, dieses Mal in Rumänien – genau genommen in Bukarest. Das ist der allererste Besuch in diesem Land, von dem ich aber nur den Flughafen, ein paar Büroräume und ein Stückchen Altstadt gesehen habe.

Untergekommen bin ich für eine Nacht im Novotel City Centre und hier ist der Name Programm: Noch zentraler kann man vermutlich ein Hotel nicht platzieren. Das Haus ist gut Blick aus dem Hotelzimmer, urteilt selbst ausgestattet, hat 11 Etagen und mein Zimmer geht nach hinten raus – ist also auch sehr ruhig. Guter bis sehr guter europäischer Standard übrigens inklusive freiem WLAN und einem Willkommensmahl (wobei das wohl von der Buchungskategorie abhängig ist).

Gestern nachmittag hatte ich etwas Zeit, einen kleinen Spaziergang durch das Altstadtviertel (rund um die Lipscani-Straße, was übrigens auf deutsch Leipzig heißt) zu machen und was soll ich sagen?

Es sind durchmischte Gefühle, die dabei in mir hochkommen: Auf der einen Seite sieht man grandios restaurierte Altbauten, die die frühere Pracht dieser Stadt aufleben lassen. Zumeist handelt es sich dabei aber um öffentliche Gebäude und Institutionen oder alternativ Banken. Dazwischen gibt es unheimlich viele Bauwerke, die mich an Prenzelberg vor 1989 erinnern. Die Ostberliner werden wissen, was ich meine. Zudem wurde nach dem Krieg auch hier der stalinistischen Architektur gefrönt, so musste ein Fünftel der Altstadt irgendwelchen Boulevards und kommunistischen Protzbauten für ihre Funktionäre weichen.

Terrasse des Caru' cu bere Die Gegend um die Leipziger Straße entwickelt sich momentan zum Touristenmagnet, da hier ein Restaurant nach dem anderen aus dem Boden sprießt: Die Qualität ist gut bis sehr gut und die Preise augenscheinlich günstiger in als in Deutschland. So habe ich im Caru’ cu bere für eine Maß (ja 1 Liter!!!) lokales, wohlschmeckendes Pils und eine große Portion Hähnchenspieße plus Beilagen (lecker gebackene Kartoffeln mit Käse) inklusive Trinkgeld 50 Lei bezahlt. Nach aktuellem Kurs sind das nicht mal 12 EUR. Und der Laden hat eine tolle Terrasse mit großen Sonnenschirmen, die auch bei gestrigen 29°C gut Schatten spenden.

Archäologie mitten auf der Straße Die Altstadt selbst ist verkehrstechnisch ein Chaos, vieles sieht nach begonnener und nicht vollendeter Sanierung aus. Laut der hier vorherrschenden Meinung ist das auch darin begründet, dass man beim Aufreißen der Straßen und bei Lückenbebauung ständig auf Ruinen und archäologisch wertvolle Gebäudereste stößt. Das wird dann freigelegt, blockiert dann unter anderem die Straßen und auch potentielle Investoren (siehe Bild rechts). Sicherlich ein schwieriges Thema!

Nun gut, anbei ein paar Handy-Bildchen vom Spaziergang.

Ich glaube, das war eine Banlk?!?

Altstadt-Bummel

Breite Straßen a la Karl-Marx-Allee

Kommunistischer Springbrunnen

Interessante Verkabelung und hier durchaus üblich

Sonnenuhr

Sushi Ko, soll auch empfehlenswert sein

Bibliothek

Lückenbau?

Kapellen und Kirchen gibt es viele

Altstadt

in der Lipscani-Zone

Heute abend geht’s wieder zurück nach Berlin. Vielleicht packe ich mir noch ein Stückchen Sommer ins Gepäck!

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