Freitag, 18. Juni 2010

Samsung Galaxy Spica i5700 – eine unterschätzte Perle!

Wer mir auf Twitter/Facebook folgt, der hat vielleicht gelesen, dass ich aus Frust über das irgendwie defekte Nokia N97 meiner Frau spontan ein neues Handy geschenkt habe.

Wofür habe ich mich entschieden?

Ein Samsung Galaxy Spica (i5700)!

Das Gerät ist nicht so sehr bekannt und aus meiner Sicht total unterschätzt. Die Grundlage meiner Entscheidung war meine anhaltende Begeisterung über das HTC Desire, das ich seit ein paar Wochen mein Eigen nenne. Also musste es ebenfalls ein Gerät mit dem Betriebssystem Android sein (im Idealfall die aktuelle Version 2.1) und der Preis sollte günstig sein und, wenn’s geht, nicht in schwarz!

All das fand sich im Galaxy Spica, das eine etwas modernere Version von Samsungs erstem Android-Handy, dem Galaxy i7500, darstellt.

Technische Daten

~~~~~~~ Betriebszeiten & Plattform ~~~~~~~

  • Band: Quad-Band, W-CDMA
  • Akku: Li-Ion (1500 mAh)
  • Gesprächszeit (2G): bis zu 12,1 Std.
  • Gesprächszeit (3G): bis zu 10,9 Std.
  • Stand-by (2G): bis zu 656 Std.
  • Stand-by (3G): bis zu 362 Std.

~~~~~~~ Maße und Gewicht ~~~~~~~

  • Maße Gehäuse (H x B x T): 116 x 56 x 13,2 mm
  • Gewicht: 124 g

~~~~~~~ Display ~~~~~~~

  • Anzahl der Farben: 65536
  • Technologie: TFT-Farbdisplay Touchscreen
  • Bildschirmgröße: 8,1cm (3,2 Zoll)
  • Auflösung: 320 x 480 Pixel
  • Besonderheiten: Automatische Anpassung der Displaydarstellung im Quer-und Hochformat

~~~~~~~ Messaging ~~~~~~~

  • MMS-Dienste: ja, Empfang / Versand
  • SMS: ja
  • Worterkennung: ja, T9
  • E-Mail-Dienste: ja (POP3, IMAP4, SMTP)

~~~~~~~ Datenübertragung ~~~~~~~

  • Bluetooth® 2.1: ja
  • Bluetooth® mit Stereo-Audio-Streaming (A2DP): ja
  • WLAN: ja
  • WAP 2.0: ja
  • EDGE: ja
  • GPRS: ja, Class 12
  • HSDPA: ja, bis zu 3,6 MBit / Sek.
  • UMTS: ja

~~~~~~~ Musik, Sound & Video ~~~~~~~

  • DivX-Unterstützung: ja
  • MP3-Player: ja
  • DNSe 2.0(TM) für optimale Klangwiedergabe: ja
  • Musikwiedergabe im Hintergrund: ja
  • Musikbibliothek: ja

~~~~~~~ Weitere Funktionen ~~~~~~~

  • One-Finger-Zoom: ja
  • Prozessor: 800 MHz
  • Android(TM) Betriebssystem: ja
  • Android Market(TM): ja
  • You Tube(TM): ja
  • Virtuelle QWERTZ- und 3x4-Tastatur: ja
  • 3,5 mm Klinkenanschluss: ja
  • Video-Player: ja
  • Java(TM): Java(TM)-Plattform
  • Social-Networking-Dienste: ja
  • Organizer: Kalender, Memofunktion, Rechner, Alarmfunktion, Wecker
  • Offline-Modus: ja
  • Freisprechfunktion: ja
  • Vibrationsalarm: ja
  • SIM-freier Menüzugriff: ja
  • GPS-Funktion: ja
  • Google Mail(TM): ja
  • Google(TM) Search: ja
  • Google Maps(TM): ja
  • Google Talk(TM): ja

~~~~~~~ Speicherkapazität ~~~~~~~

  • dynamischer Speicher: ca. 180 MB
  • MicroSD(TM)-Steckplatz: ja (bis zu 32 GB)

~~~~~~~ Integrierte Digitalkamera ~~~~~~~

  • Auflösung: Digitale Fotos in 3,2 Megapixel-Auflösung (2048 x 1536 Pixel)
  • Autofokus: ja
  • Videokamera-Funktion: ja, Auflösung 320 x 240 Pixel
  • Geotagging: ja

Die Liste der technischen Daten ist lang, was ist mir (insbesondere im Vergleich zum mehr als doppelt so teuren HTC Desire) aufgefallen?

Samsung Galaxy Spica OVP Das Gerät kommt mit einem kapazitiven Touchscreen in AMOLED-Technik, der 320x480 Pixel darstellt. Also etwas kleiner aber ausreichend und eine gute bis sehr gute Display-Qualität allerdings ohne Unterstützung von Multi-Touch. Das empfinde ich allerdings nicht als Nachteil, der One-Finger-Zoom ist sehr intuitiv zu bedienen.

Der Akku mit 1500mAh ist großzügig bemessen, aber ich denke bei “richtiger” Smartphone-Nutzung wird man ihn trotzdem täglich laden müssen. Die CPU wird mit 800MHz getaktet, das reicht, um alle Anwendungen inklusive Browser und Interface flüssig zu bedienen.

Apropos Browser: Im Gegensatz zum Desire ist kein Flash dabei (also auch kein Flash Lite), dafür spielt das Handy DivX/XviD-Videos ab – das kann das HTC von Hause aus nicht.

Samsung Galaxy Spica Lieferumfang Kopfhörer, USB-Kabel, Ladegerät sowie eine 1GB-microsSD-Karte liegt bei, aber die 16GB-Class4-Karte sollte auch heute oder morgen in der Post sein. Die Kamera hat keinen Blitz und die Bildqualität ist eher so Durchschnitt, Videos habe ich noch nicht probiert. Die Größe des Geräts ist mit der des HTC Desire vergleichbar, allerdings ist das Display wie oben schon erwähnt etwas kleiner. GPS ist natürlich enthalten, so dass auch Lokalisierung funktioniert. Die generelle Herstellungsqualität ist sehr gut, auch wenn das Gerät komplett aus Plastik ist – nichts knarzt, alles passt.

Tipps und Tricks

Das Gerät habe ich nagelneu und originalverpackt für etwas mehr als 190 EUR inklusive Versand bei Ebay erstanden. In weiß kommt es (vermutlich) mit einem Vodafone-Branding und einem veralteten Android 1.5, allerdings gibt es auch offizielle Android-2.1-Updates von Samsung, nur leider sind diese nicht over-the-air (FOTA, also ohne Anschluss an einen PC) einzuspielen. Also investierte ich 45min meiner wertvollen Zeit und folgte dieser Anleitung, um das Handy auf 2.1 zu bringen (klappte problemlos unter Windows 7 mit einem Laptop und danach ist offenbar auch das Branding weg – falls eins da war).

Alternativ und vermutlich ohne Garantieverlust kann man auch Kontakt mit dem Servicepartner ECC-ESC aufnehmen, die das Handy innerhalb der Garantiezeit kostenlos auf Version 2.1 upgraden (man trägt nur die Portokosten).

Den etwas sperrigen Samsung-Launcher habe ich schnell durch den Launcher Pro Beta ersetzt, der ein bissel HTC-Feeling auf das Samsung bringt und deutlich augenschmeichelnder daherkommt. Weitere Widgets werden noch folgen …

Der Abgleich von Kontakten und Terminen mit Outlook ist jetzt nicht so der Bringer, aber das ist ein generelles Android-Problem aus meiner Sicht. Für die Termine nutze ich in diesem Fall Google Calendar Sync, die Kontakte wurden erstmal per CSV-Datei zu Google hochgeladen und synchronisieren sich ja dann automatisch mit dem Handy.

Samsung bietet auch das New PC Studio sowie Kies als PC-Software an, aber beides hat mir gar nicht gefallen und dem Synchronisationsvorgang traute ich nicht so ganz (USB Debugging Modus einschalten!).

Negativ: Die seit kurzem verfügbare Google Maps Navigation funktioniert nicht fehlerfrei auf dem Spica – das Problem ist aber wohl bekannt und man hofft auf ein entsprechendes Maps-Update.

Fazit

Das Handy ist ein vollwertiges Smartphone, das sich – wie bei Android üblich – perfekt mit dem Internet versteht: Email, Browser, soziale Netze, 3G, WLAN, Bluetooth sind alles kein Problem und auch Multimedia kommt mit Videos, Fotos und MP3s nicht zu kurz. Der Android Market mit seinen unzähligen Applikationen steht offen und ich denke, meine Frau wird eine Menge spielen ausprobieren. Für den Preis ist das Wahnsinn!

Aus meiner Sicht und der zugegebenermaßen kurzen Erfahrung ist das Spica eine klare Kaufempfehlung für Preisbewusste, die ein richtiges Smartphone nutzen möchten! Mal sehen, wie es sich im Härtetest meiner Liebsten schlägt …

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