Montag, 12. Juli 2010

Domain-Inhaber anzeigen lassen – so geht’s!

Weil die Frage immer mal wieder aufkommt:

Kann ich mir den Besitzer einer Internet-Domain anzeigen lassen?

Die Antwort lautet in der Regel Ja. Ob die Anzeige natürlich mit dem wahren Besitzer übereinstimmt, hängt unter anderem davon ob, wie ehrlich jemand bei der Anmeldung seiner Domain war.

Das generelle Werkzeug zur Anzeige von domainspezifischen Informationen ist “whois”, ein Kommandozeilenwerkzeug, das es für fast jedes Betriebssystem oder auch als Web-Frontend gibt.

Domains werden ja in der Regel lokal vergeben, in Deutschland ist dafür die DENIC zuständig. Da das whois-Kommando je nach Top-Level-Domain die einzelnen Registrierungsstellen anfragt, sieht auch die Ausgabe immer ein wenig unterschiedlich aus. Für knecht-ruprecht.info zum Beispiel so (Auszug):

whois-Abfrage unter Linux

Da sieht man dann in der Regel den Namen und die Adresse. Die Daten und die Qualität derselben schwanken von Land zu Land, so ist es auch möglich, in einigen Top-Level-Domains auf anonyme Art und Weise an einen Domainnamen zu kommen.

Wenn man die whois-Informationen für eine deutsche Adresse erfragt, kommt allerdings folgender Hinweis auf der Kommandozeile:

The DENIC whois service on port 43 never discloses any information concerning the domain holder/administrative contact. Information concerning the domain holder/administrative contact can be obtained through use of our web-based whois service available at the DENIC website:
http://www.denic.de/en/background/whois-service/webwhois.html

Hier hat die DENIC also eine kleine Hürde eingebaut und zeigt die Infos über den Domain-Besitzer nicht an. In diesem Fall geht nur der Umweg über die Webseite der DENIC, dort muss man rechts oben den Domainnamen (ohne die Endung .de) eingeben und die Nutzungsbedingungen akzeptieren sowie eine kleine Spam-Erkennung über sich ergehen lassen – und schon gibt es die Information, die man benötigt.

Jetzt werden einige vielleicht meckern: Warum machst Du das öffentlich? Erstens ist das keine geheime Information – jeder, der eine Domain registriert, sollte sich bewusst sein, dass er damit in der Regel auch (mit Adresse) auffindbar wird. Und zum anderen kann das in einigen Fällen sehr hilfreich sein, wie ich unter anderem bei der Klage gegen Frau Eva Mustermann geschrieben habe. Dabei sollte man auch nicht unberücksichtigt lassen, dass Identitätendiebstahl heutzutage und auf Grund des allgegenwärtigen Internets einfacher ist als jemals zuvor – also der in den Datensätzen Aufgeführte muss nicht zwangsläufig der Bösewicht sein …

Nur mal so. Zum Nachdenken.

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