Freitag, 23. Juli 2010

Schreckliche Dinge, …

… die man aus einem Feriencamp auf der Insel Ameland Anfang der Woche gehört hat. (Sexueller) Missbrauch von Minderjährigen durch Minderjährige.

Die Reaktionen in der Öffentlichkeit sind fast überall gleich: Bestürzung und Unverständnis.

Für die Politiker unseres Landes eine willkommene Gelegenheit im schwül-warmen Sommerloch, um mal wieder Aktionismus zu zeigen. Ein besonders krasses Beispiel stellt die bayerische Justizministerin Merk (CSU) dar, denn Sie schießt sogar gegen den eigenen Koalitionspartner FDP, indem sie die deren Löschen-statt-Sperren-Haltung bei Kinderpornos kritisiert …

"Wenn man sich ansieht, welche Folgen der Konsum von schädlichen Videos haben kann, ist die Laissez-faire-Politik der FDP bei Kinderpornos im Netz grob fahrlässig", sagte die stellvertretende CSU-Vorsitzende laut dpa.

(Sehr lesenswerte Quelle)

Damit nicht genug scheint der Vorfall auch geeignet zu sein, alle Feindbilder der letzten Monate auszugraben, die in so einem Fall die Diskussion anheizen können: (Kinder)Pornos, Killerspiele und das Große, Böse Internet im Allgemeinen. Gerade zu letzterem hat ja selbst unsere Kanzlerin Merkel ein merkwürdiges Verhältnis, hat sie es doch als böse Quelle ausgemacht, die den Leuten zuviel verschiedene Informationen und damit unabhängige Meinungsbildung erlaubt.

Ich frage mich wirklich, wann es soweit ist, dass wir Politiker an der Spitze sehen werden, die das Internet verstehen und akzeptieren und auch als Chance begreifen.

Irgendwann muss doch diese verknöcherte Generation mal abgelöst werden, oder?

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