Montag, 2. August 2010

Trigami und der Schadcode

Neulich schreibe ich hier noch ein längliches Pamphlet über den Dienstleister Trigami und jetzt am Wochenende passiert etwas, was keiner gebrauchen kann: Weder Trigami noch deren Kunden und erst recht nicht Blogger, die für den Verein schreiben.

Was war/ist los?

Google betreibt eine Liste mit Seiten, die (angeblich?) Schadcode enthalten und verbreiten. Wenn man mit aktiviertem Safe Surfing (diese Art von Phishing- und Malwareschutz gibt’s für verschiedene Browser) auf eine solche Seite surft, bekommt man eine ziemlich auffällige und unübersehbare Warnmeldung präsentiert. In Chrome sieht diese zum Beispiel so aus:

Trigami: Malware-Warnung durch Google

Nun ist Google seit vergangenem Samstag der Meinung, dass Trigami solchen Schadcode (Malware) von ihren Servern verbreitet und man bekommt beim Aufruf der Trigami-Homepage die entsprechende Warnung präsentiert. So weit, so schlecht.

Noch schlechter wird es aber dadurch, dass jedes (bezahlte) Trigami-Review zu Beginn eindeutig als ein solches gekennzeichnet werden muss. Dies geschieht mit einem JavaScript, das von Trigami bereitgestellt wird. Und auch dieses Skript erachtet Google momentan (Stand 2. August 2010, 9:14 Uhr) als böse und gefährlich.

Trigami: Warnung durch Antivirus Interessant dabei ist, dass mein heimischer GData-Virenscanner die gleiche Meinung vertritt. Aber vielleicht nutzen beide die selbe Datenbasis für solchen Webseiten? Oder hat doch jemand die Trigami-Seite gehackt und Schadcode platziert?

Das heißt jedenfalls, …

… dass alle Trigami-Artikel bei Bloggern mit der netten Warnseite versehen werden. So auch mein Blog, wenn man zum Beispiel nach Trigami sucht. Je nach “Wichtigkeit” des Blogs kann das schon eine mächtig negative Botschaft sein – die Meldung bleibt zufällig vorbeisurfenden Lesern sicherlich besser in Erinnerung als irgendwelche fachlich fundierten Artikel. Hmm.

In der Blogosphäre und im Web 2.0 (insbesondere Twitter) schlugen die Wellen am Wochenende und auch jetzt noch entsprechend hoch. Ein wesentlicher Grund dafür ist das Schweigen von Trigami, man äußerte sich auf keinem der zahlreichen Kommunikationskanäle zu dem Problem. Nun gut, es ist Wochenende gewesen. Auf der anderen Seite kann das Problem für Trigami existenzbedrohend sein, egal ob es sich dabei um ein Versehen oder einen Fehler handelt. Man würde als einie Reaktion erwarten.

Abhilfe?

Entweder Trigami und Google bekommen das Problem zeitnah behoben (das ist die bevorzugte Methode) oder ich werde die Skripte aus den beiden Trigami-Artikeln entfernen müssen, damit wenigstens mein Blog von den Warnmeldungen verschont bleibt.

Ich bin gespannt, was der Tag noch so an Erkenntnissen zu diesem Thema bringt.

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