Dienstag, 23. November 2010

Maxthon Mobile für Android

Maxthon MobileWas findet man nicht alles, wenn man durch den Android Market surft?

Unter anderem Maxthon! Ja, ihr lest richtig. Maxthon gibt es augenscheinlich in einer relativ frühen Version namens Maxthon Mobile auch für das Android-Betriebssystem. Ich muss zugeben, dass ich ja vor einigen Monaten auf Chrome umgestiegen bin und somit nicht mehr so ganz auf dem Laufenden bin, was meinen ehemaligen Lieblingsbrowser betrifft.

Maxthon Mobile: StartseiteAber Maxthon für Android überrascht mich schon. Ich konnte natürlich nicht an mich halten und habe das Ding kurz ausprobiert.

Soviel vorweg: Das ist kein Ersatz für den internen Browser des Desire HD oder gar Dolphin Browser HD. Einige Textbeschriftungen der Bedienelemente sind zwar in Englisch, aber man wird ziemlich viel mit Chinesisch konfrontiert. Das beginnt schon beim Download im Market.Maxthon Mobile: Speed Dial

Das Programm ist nicht allzu groß, knapp über 1 MB muss man herunterladen. Die Installation verläuft (wie bei Android üblich) total problemlos.

Danach öffnet sich ein Browser mit einem konfigurierbaren Speed Dial, einem eingebauten RSS-Reader und einer eigenen Bookmarkverwaltung. Dazu werden natürlich mehrere Tabs/Fenster unterstützt, also eigentlich alles, was einen mobilen Webbrowser heutzutage ausmacht.

Maxthon Mobile: Knecht Ruprechts SammelsuriumWebseiten wurden bei mir sofort in einer gezoomten Version geöffnet, ein Pinch-to-Zoom (also das Vergrößern/Verkleinern mittels Fingerbewegung) funktionierte nicht.

Das kann mit der eingebauten Gesten-Steuerung zusammenhängen, deren Funktion ich aber bei meinem Kurztest nicht so richtig verstanden habe.

Ich weiß ja nicht, wie viele Entwickler es bei Maxthon gibt und finde es trotz allem ziemlich erstaunlich, wie viele Baustellen die Jungs (und Mädels!) aufmachen. Man pflegt Maxthon 2.5, entwickelt 3.0 und jetzt auch noch eine Mobilversion? Maxthon Mobile: Multi-Window-UnterstützungVielleicht etwas zuviel des Guten: Ich habe Maxthon den Rücken gekehrt, weil die Qualität immer mehr zu wünschen übrig ließ. Man hat immer mehr Funktionen integriert, die zum Teil neue Probleme brachten und alte, "lieb gewordene" Fehler wurden nie gefixt.

Maxthon ist in China sehr erfolgreich, aber im Rest der Welt tut man sich schwer und das mag auch an diesen undurchschaubaren Entwicklungsprozessen liegen.

Nun ja, die Idee eines Mobilbrowsers, eventuell mit einer Lesezeichen-Synchronisation mit dem PC-Maxthon, ist sicherlich begrüßenswert. Für mich aber momentan nicht zu gebrauchen.

Viel Glück, Maxthon!

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