Montag, 6. Dezember 2010

Gingerbread ist da: Android 2.3 kurz erklärt

GingerbreadDie Gerüchte der letzten Wochen sollten wahr werden: Google hat heute die neueste Version des Handybetriebssystems Android mit dem Codenamen “Gingerbread” (passend zum Nikolaus-Tag heißt das übersetzt Lebkuchen) und der offiziellen Nummer 2.3 vorgestellt.

Dabei handelt es sich also nicht um die für Tablets optimierte Version 3.0, die noch auch sich warten lässt. Aber auch 2.3 bringt einige Neuerungen mit:

  • Neues, intuitiv zu bedienendes User Interface
  • Verbesserte Tastatur mit Multitouch-Unterstützung (man kann also Shift halten und einen Großbuchstaben tippen)
  • Vereinfachtes Kopieren & Einfügen und genaues Positionieren des markierten Bereichs
  • Überarbeitetes Energiemanagement, bei dem Android nun aggressiver Anwendungen daran hindert, das Gerät übermäßig lange “wach” zu halten; zudem gibt es besser Auskunft über einzelne Verbraucher
  • Verwaltung von Apps wurde dahingehend verbessert, dass man die Anwendungsverwaltung nun direkt vom Menü des Startscreens aufrufen kann und es einen neuen Tab gibt, der alle aktiven Apps und deren Speicherverbrauch anzeigt
  • Neue Versionen der Standard-Apps
  • SIP-Unterstützung (endlich!): Nun sollten VoIP-Gespräche mittels SIP einfacher vonstatten gehen, bisher muss man auf 3rd Party Apps zurückgreifen
  • Unterstützung von Near Field Communication (NFC), falls es durch die Hardware bereitgestellt wird
  • Verbesserte Unterstützung für mehrere Kameras in einem Gerät
  • Einführung eines systemweiten Download Managers, der von allen Apps genutzt werden kann

Das sind so die wesentlichen Dinge, die den Endanwender betreffen werden. Daneben gibt es natürlich noch andere, interne Verbesserungen; z.B. im Sensor-Framework, das jetzt unter anderem auch ein Gyroskop unterstützt. Auch neue Multimediaformate, insbesondere das Google-eigene VP8/WebM und das Erzeugen von AAC sowie AMR sind jetzt mit an Bord.

Das Motto ist augenscheinlich “Evolution statt Revolution”, die Neuerungen sind jedenfalls sinnvoll.

Wenn man sich allerdings einige der Funktionen anschaut, muss man auch so fair sein und HTC zu seinem Weitblick gratulieren: Vieles von dem (als Beispiel seien hier das Copy&Paste oder der Link zur Anwendungsverwaltung vom Homescreen-Menü genannt) sind Dinge, die HTC schon in der Sense-Oberfläche bietet.

Ich bleibe dabei: HTC Sense ist ein Mehrwert für Android, auch wenn viele Hardcore-Android-Nutzer das anders sehen!

Nun gehen natürlich wieder die Spekulationen los, welche Geräte bekommen das Update wann oder überhaupt oder, oder, oder …

Mein HTC Desire HD ist ziemlich neu am Markt, also vermute ich, dass HTC hier irgendwann im nächsten Jahr auf 2.3 aktualisieren wird. Aber seien wir mal ehrlich: Ich benötige keine der o.g. Funktionen so wirklich, nur das verbesserte Energiemanagement und die native SIP-Unterstützung reizen mich.

Warten wir’s ab!

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