Dienstag, 7. Dezember 2010

Wenn die FRITZ!Box lustig blinkt …

FRITZ!Box 7390… dann ist eventuell ein Firmware-Upgrade fehlgeschlagen.

So geschehen gestern am späten Abend an meiner FRITZ!Box 7390 als ich mal so eben die aktuelle Firmware 84.04.88 einspielen wollte. Nach dem erforderlichen Neustart ist die Box nicht mehr hochgekommen und hat mir einzig und allein mit einer roten LED ihr Leid gemorst.

Was tun?

Erstmal sollte man warten. Durchaus 15min, es könnte ja sein, dass man eine laufende Aktualisierung nur falsch interpretiert und es gibt nichts unangenehmeres als ein durch Stromentzug unterbrochenes Firmware-Update Erstauntes Smiley

Wenn alles warten nicht hilft, kann man einen Versuch starten, der meist nicht klappt: Die Kiste komplett stromlos machen und alle Kabel entfernen und dann wieder 10 bis 15min warten. Danach Strom dran und beten hoffen.

Recovery flashen

Wie gesagt, hilft das wohl in den wenigsten Fällen, deshalb habe ich gleich zur harten Methode gegriffen. Man kann die FRITZ!Box im Normalfall mit einer Recovery-Datei wiederbeleben indem man eine Firmware komplett neu ins Gerät flasht. Nachteil: Alle internen Daten und Einstellungen gehen dabei flöten.

FRITZ!Box Recovery

Da es aber kaum einen anderen Weg geben dürfte, hier die entsprechende Kurzanleitung:

  • Die passende Recovery-Datei vom AVM-Server besorgen, falls man keine mehr rumliegen hat. Dabei darauf achten, dass es unbedingt die Datei für euren Router ist, hier gibt es zum Beispiel die Recovery-Versionen für die 7390. Wenn die Box den einzigen Internetzugang im Haushalt darstellte und ihr somit keine aktuelle Recovery herunterladen könnt, dann mal die alte Treiber-CD der FRITZ!Box suchen, da sollte ebenso eine Version dabei sein.
  • Die FRITZ!Box vom Strom und allen Kabeln/USB-Sticks befreien.
  • Einen Windows-Rechner per Netzwerkkabel direkt mit der Box verbinden (vorzugsweise mit der Buchse LAN1) und den PC so konfigurieren, dass er keine feste IP-Adresse hat. Soll heißen, DHCP muss eingeschaltet sein. In einer unveränderten Netzwerkkonfiguration unter Windows ist dies immer der Fall.
  • Die Recovery-Datei auf dem PC per Doppelklick starten und den Anweisungen am Bildschirm folgen. Irgendwann in diesem Prozess muss man die Box wieder mit Strom versorgen, daraufhin sollte das Recovery-Programm die Box erkennen und automatisch mit dem Flashen der Firmware beginnen.
  • Nach ein paar Minuten hat man im Idealfall ein jungfräuliche FRITZ!Box, die man wieder komplett neu einrichten muss.
  • Schneller geht die Einrichtung, wenn VOR dem Update eine aktuelle Sicherung der Einstellungen vorgenommen wurde, diese kann man nämlich im Anschluss des Recoverys wieder einspielen. Zumindest hat das bei mir problemlos funktioniert, nur dass meine Sicherung genau 1 Monat und damit zu alt war: Das zweite Mobilteil war noch nicht eingerichtet und das Telefonbuch ist jetzt nur halbvoll und und diverse Änderungen am System musste ich nochmals durchführen, da all dies nicht Bestandteil des überalterten Backups war.

Also insgesamt ging es alles glimpflicher ab als ich im ersten Moment der roten Blink-LEDs dachte. Allerdings sollte ein FW-Upgrade doch erst gar nicht fehlschlagen, oder? Und man kann im Netz lesen, dass das bei AVM leider nicht so selten ist.

Kein Ressource

Ein merkwürdiges Phänomen habe ich heute morgen noch bemerkt: Man konnte keine Telefonate durchführen, das Mobilteil MT-F zeigte “Keine Ressource” an – ganz so als wäre kein B-Kanal verfügbar.

Ich habe mich dazu entschlossen, die Mobilteile abzuschalten und sowohl die FRITZ!Box als auch die als Splitter/NTBA fungierende Arcor StarterBox kurz stromlos zu machen. Wer auch immer jetzt der Verursacher war – nun geht’s wieder!

Notiz an mich selbst: VOR jedem FW-Upgrade die Config sichern und in die Dropbox packen, dann habe ich sie wenigsten gleich das aktuelle Backup auf allen Rechnern im Haushalt und muss nicht erst mühsam was auf’s Notebook kopieren!

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