Freitag, 4. März 2011

RAM testen mittels Memtest86+

Ich hatte ja erwähnt, dass der Arbeitsspeicher meines PCs mir nach der Reparatur verdächtig viele BSODs (sprich Bluescreens) bescherte. Genaugenommen hatte ich vier DDR2-Gigabyte-Module von Crucial (Serie Ballistix) in meinem Rechner verbaut. Markenware und (damals) auch nicht billig.

Da die Fehlermeldungen auf den Bluescreens eigentlich nur den Rückschluss auf defekten RAM zuließen, habe ich mich mal schlaugemacht, wie man diesen am besten auf seine Funktionstüchtigkeit überprüft.

Windows 7 bringt schon ein eigenes Werkzeug mit: Die Windows-Speicherdiagnose.

Windows-SpeicherdiagnoseEinfach im Suchfeld des Startmenüs nach “Speicherdiagnose” suchen oder noch schneller “MdSched.exe” (ohne Anführungszeichen) eingeben und Enter/Return drücken. Danach seht ihr ein Bild wie links im Screenshot.

Hier kann man jetzt die Überprüfung sofort oder beim nächsten regulären Neustart beginnen. Windows führt dann ein paar Tests durch, die bei mir allerdings nicht direkt auf einen Fehler schließen lassen.

Besser so …

Memtest86+ heißt meine Lösung der Wahl. Dabei handelt es sich um eine freie Software, die auf dem schon etwas betagten, originalen Memtest86 basiert und nur dazu da ist, RAM auf Fehler zu testen.

Das Programm muss auf einem bootfähigen Medium installiert werden, also entweder einer CD oder einem USB-Stick. Die Entwickler bieten dafür schon vorgefertigte ISO-Dateien an, die man direkt (zum Beispiel mittels ImgBurn) auf einen CD-Rohling brennen kann. Alternativ kann man auch die relativ neue Sorglos-Variante ausprobiere, die mittels Auto-Installer alle notwendigen Dateien auf einen USB-Stick kopieren soll. Habe ich selbst aber nicht getestet – hatte mal wieder keinen Stick greifbar. Zwinkerndes Smiley

Zum Download!

Nachdem die CD gebrannt ist, packt man sie ins Laufwerk und muss von dieser booten. Wenn das nicht automatisch passiert, muss man unter Umständen die Startreihenfolge im BIOS ändern oder man hat ein Extra-Menü zur Auswahl (bei mir mit der Taste F8 beim Start).

Der Start erfolgt schnell, es erscheint ein altertümlich wirkender aber sehr zweckmäßiger blauer Bildschirm und der RAM-Test wird sofort gestartet.

Memtest86+

Ein kompletter Durchgang kann (je nach Größe des Arbeitsspeichers) mehrere Stunden dauern. Fehler werden rot markiert und deutlich im unteren Bereich des Bildschirms dargestellt. Nach einem erfolgreichen Durchlauf sollte der Zähler in der Spalte Errors unbedingt bei Null stehen. Wenn nicht, schreit das nach Instabilitäten!

Folgende Vorgehensweise hat sich bei mir als sinnvoll erwiesen:

  1. Test mit vollem RAM-Ausbau starten. Entweder er läuft fehlerfrei durch (Glückwunsch!) oder es kommen relativ schnell Fehlermeldungen. Dann …
  2. PC ausschalten, alle RAM-Riegel raus. Ein RAM-Riegel rein, Test neu starten.
  3. Wenn ohne Fehler, dann Rechner aus und den gleichen Riegel einen Slot weitersetzen. erneut testen. Wenn alle Slots erfolgreich waren, ist der Riegel in Ordnung.
  4. Wenn Fehler in allen Slots kommen, ist der RAM defekt. Dann zurück zu Punkt 2 und mit dem nächsten Riegel weitermachen.

Auf diese Art und Weise testet ihr alle durch. Das geht schneller als man denkt, denn meist kommen die Fehler sehr schnell und man kann den Test abbrechen und mit dem nächsten Riegel/Slot weitermachen. Wenn mehrere Riegel in einem Slot fehlerfrei sind und in einem anderen aber nicht, dann hat übrigens das Mainboard ‘ne Macke. War zum Glück bei mir nicht der Fall.

Allerdings hatten 3 von 4 Riegeln bei mir einen Defekt. Und dieser muss auch schon länger existieren, denn das damals beschriebene Problem mit dem Memory Remapping ist nach Einbau von 2x 2GB Kingston-RAM verschwunden. Wer sagt’s denn!

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