Mittwoch, 22. Juni 2011

Review: iPazzPort Mini Wireless Keyboard KP-810-10A

Gestern habe ich ein paar Gedanken zu meinem Home Theater PC dargelegt und heute geht’s in eine ähnliche Richtung weiter.

Nach der Installation von XBMC als Mediencenter-Oberfläche habe ich festgestellt, dass sich das Ganze über eine normale PC-Tastatur am besten steuern lässt. Erst recht, wenn man noch ein wenig konfigurieren muss. Das Silverstone-Gehäuse bringt zwar auch eine richtige Infrarot-Fernbedienung mit (iMON), allerdings ist die Konfiguration für XBMC nicht ganz so trivial und ich werde mein Glück erst herausfordern, wenn mal wieder mehr Zeit und Muße vorhanden sind.

Bis dahin muss also eine richtige PC-Tastatur an den HTPC – nur was nimmt man? Drahtlos ist Pflicht, die Maus muss ebenso ersetzt werden und das Ganze sollte nicht so klobig daherkommen, um den WAF im Wohnzimmer weitestgehend zu erhalten.

Im Internet bin ich dann auf die Rii Mini Funktastatur gestoßen, die mir schon sehr zusagt. Dumm nur, dass ich nirgendwo eine Variante mit deutschem Tastaturlayout finden konnte. Allerdings habe ich in der Bucht ein optisch sehr ähnliches Gerät ausfindig gemacht, hier sogar mit den deutschen Umlauten. Wer da von wem kopiert und der eigentliche Hersteller ist? Keine Ahnung! Aber was soll’s, ein Selbstversuch ist mir die Sache wert.

Zwei Tage nach der Bestellung war ich stolzer Besitzer eines iPazzPort Mini Wireless Keyboard in der Ausführung KP-810-10A.

Lassen wir Bilder sprechen:

iPazzPort KP-810-10A

Hier ist das gute Stück also.

Der erste Eindruck nach dem Auspacken: Viel, vieeeeel kleiner als ich erwartet hätte. In etwa die Größe einer größeren Fernbedienung aber wesentlich flacher. Sehr leicht, aber eben auch alles aus Plastik.

Die Tasten haben keinen wirklichen Hub und auch nur ansatzweise einen Druckpunkt, aber was will man bei der Größe auch erwarten?

Technische Daten

  • Funktastatur im 2,4GHz-Bereich
  • integrierter (und nicht so ohne weiteres auswechselbarer) Li-Ion-Akku
  • hintergrundbeleuchtete Tasten
  • Plug’n’Play-USB-Receiver
  • Maße: 57mm x 150mm x 12,5mm
  • Betriebsbereitschaft: (angeblich) 600 Stunden
  • eingebauter Laser-Pointer (!)

Lieferumfang

  • Tastatur inklusive des USB-Receiver
  • USB-Kabel zum Laden des integrierten Akkus
  • eine Kurzanleitung (nur englisch)
iPazzPort mit dem eingebauten USB-Empfänger iPazzPort: Ein/Aus-Schalter iPazzPort: Hintergrundbeleuchtung iPazzPort: Größenvergleich mit der Logitech G19

Kurzer Praxis-Test

Der USB-Stick, der als Funkempfänger agiert, steckt im Gehäuse und ist somit immer griffbereit. Der Stick an sich ist ca. 4cm lang und wird (zumindest unter Windows 7) ohne zusätzliche Treiber als Tastatur und Maus erkannt.

Multitouch mit dem iPazzPort Mini KeyboardDamit ist das Gerät nach dem Einstecken des Sticks und dem Betätigen des Ein/Aus-Schalters an der linken Gehäuseseite praktisch sofort betriebsbereit. Die Tastatur funktioniert, wie man es erwartet. Das Touchpad, das als Maus-Ersatz dient, lässt sich überraschend gut nutzen, obwohl es wirklich ziemlich klein ist. Es unterstützt sogar ein paar Multitouch-Gesten, selbst habe ich bisher allerdings nur den Mittelklick mit zwei Fingern probiert.

Wird die Tastatur längere Zeit nicht genutzt, fällt sie in einen Standby-Modus, den man durch Drücken einer Taste länger als eine Sekunde wieder aufheben kann. Ich schalte sie trotzdem bei Nichtnutzung am Schalter aus. Im linken oberen Bereich sind 4 LEDs untergebracht, die den Status des Geräts symbolisieren.

  • Die oberste LED leuchtet beim Laden über das mitgelieferte USB-Kabel und schaltet ab, wenn der Akku voll ist.
  • LED 2 leuchtet, sobald eine externe Stromquelle angeschlossen ist (siehe LED 1).
  • Die dritte LED leuchtet, wenn ein Signal (Tastaturklick, Mausbewegung etc.) übertragen wird.
  • Die letzte LED signalisiert eine eingeschaltete CAPS-Lock-Taste.

Als besonderes Highlight kann man die Tastatur mittels der Tastenkombination Fn+ESC für Präsentationen o.ä.  in einen “senkrechten” Modus umschalten. Allerdings betrifft das nur das Touchpad, so dass man dieses normal bedienen kann, wenn man die Tastatur längs (also eher wie eine Fernbedienung) in der Hand hält. Wenn man Rechtshänder ist, findet man in dieser Position noch zwei Daumentasten: Die eine betätigt den eingebauten Laser-Pointer, die andere ist eine Wippe für die Tasten Bild auf/ab. Perfekt für Powerpoint-Junkies, am HTPC allerdings eher sinnfrei.

Wie auf den Bildern oben halbwegs erkenntlich, kann man auch eine ziemlich ungleichmäßige aber ausreichend helle Hintergrundbeleuchtung der Tasten einschalten – bei Bedienung im abgedunkelten Heimkino sehr willkommen.

Ganz rechts dann noch ein Größenvergleich mit meiner Logitech G19.

Also insgesamt bin ich mit der Tastatur sehr zufrieden. Ich kann allerdings noch keine Aussage zur Akku-Laufzeit treffen. Zudem habe ich mir mehr von der Reichweite des Funk-Empfängers erhofft: Wenn der USB-Stick hinten am HTPC steckt, ist der Empfang auf knapp 5m Entfernung ein Glücksspiel. Auf der Vorderseite am Rechner ist es hingegen okay. Ich werde das Ganze wohl etwas verdeckt mit einer USB-Verlängerung nach vorn legen.

Von der Tastatur gibt es auch eine Bluetooth-Variante, die dieses Problem angeblich nicht so extrem haben soll.

Also insgesamt war es ein guter Kauf zu einem überschaubaren Preis und man bekommt eine Tastatur, die sogar fast ein eine Hemdtasche passt.

Womit steuert ihr eure HTPCs? Welche Wohnzimmer-tauglichen Tastaturen habt ihr im Einsatz?

blog comments powered by Disqus

Design von Dicas Blogger, angepasst durch Mario Ruprecht