Donnerstag, 7. Juli 2011

Windows 7 und TCP/IP-Optimierungen

Ich hatte auf meinem mit Windows 7 frisch installierten Firmen-Laptop neulich den merkwürdigen Effekt, dass ein IMAP-Mailkonto bei meinem Provider Strato sich nur extrem schwerfällig mit Outlook bedienen ließ. Nun ist Outlook mit Sicherheit nicht der beste IMAP-Client, aber mit nur wenig gefüllten Mailboxen hatte ich eigentlich nie Probleme.

Eingabeaufforderung mit AdministratorrechtenDie Ursachensuche ließ mich auf einem sehr interessanten Beitrag von Daniel Melanchthon landen: Netzwerkperformance unter Windows Vista

Im Wesentlichen gilt das dort Geschriebene auch alles für Windows 7 und es ist eine interessante Lektüre.

Nach weiterer Forensuche und den Bemühungen von Tante Google, habe ich mich dann für das Abschalten des Autotunings entschieden.

Dazu muss man eine Eingabeaufforderung mit Administrator-Rechten öffnen, so wie links im Bild zu sehen. Also zuerst im Startmenü nach CMD suchen dann auf dem Ergebnis einen Rechtsklick ausführen. Hier kann man nun “Als Administrator ausführen”.

Der eigentliche Befehl zum Abschalten des Autotunings lautet folgendermaßen:

netsh interface tcp set global autotuning=disabled

Einschalten sieht so aus:

netsh interface tcp set global autotuning=normal

Im Normalfall mag ich das Herumspielen an den Windows-Interna nicht so sehr, aber in meinem Fall hat genau das den gewünschten Erfolg gebracht: Outlook reagiert wieder so schnell wie gehabt beim IMAP-Zugriff und subjektiv ist sogar das Laden von Webseiten einen Ticken schneller geworden.

Abfragen kann man die Werte übrigens per

netsh interface tcp show global

netsh interface tcp show global

Die deutsche Übersetzung der Optionen ist aber mal wieder ziemlich an den Haaren herbeigezogen, oder? Zwinkerndes Smiley

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